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Entwicklung und Implementierung eines Qualitätsmonitorings in Dresdner Kindertageseinrichtungen für unter Dreijährige

Laufzeit: 02/2015 – 01/2017


Ausgangssituation

Im Zuge der bundesweiten Einführung eines Rechtsanspruchs  auf eine Betreuungsmöglichkeit für ein- und zweijährige Kinder (2008 – 2013) erfuhr das System der Kindertagesbetreuung seither einen deutlichen quantitativen Ausbau. Angesichts dieses Ausbaus rückt nun die Frage nach der pädagogischen Qualität der frühen Bildung, Betreuung und Erziehung verstärkt in den Blickpunkt.
Der Eigenbetrieb Kindertageseinrichtungen der Landeshauptstadt Dresden verfolgt das Ziel, die Qualitätssicherung und -entwicklung durch innovative Praxisentwicklungsprojekte voranzutreiben und hierbei mit wissenschaftlichen Instituten und Forschungseinrichtungen zu kooperieren.

Zielstellung

Ziel des Projektes ist die Entwicklung und Implementierung eines Monitoringsystems zur Qualitätsentwicklung in Kindertageseinrichtungen für Kinder unter drei Jahren. Das Monitoring soll systematisch angelegt sein und perspektivisch alle Einrichtungen des kommunalen Trägers periodisch erfassen. Zudem soll der Transfer auf die freien Träger und auf die Betreuungsform der Kindertagespflege ermöglicht werden. Um den Praxisbezug sicher zu stellen, wird das Monitoringsystem in enger Kooperation mit fünf ausgewählten Tageseinrichtungen mit Kindern unter drei Jahren und einer Projektgruppe des Eigenbetriebs Kindertageseinrichtungen entwickelt und erprobt.

Konzeption und Methoden

Theoretische Grundlage bilden der ökosystemische Ansatz nach Bronfenbrenner (1981) sowie der Bezugsrahmen zur Erfassung pädagogischer Qualität in Anlehnung an Tietze et. al (1998). Im Zentrum des Monitorings steht die Prozessqualität: ausgehend von sogenannten Schlüsselsituationen werden die transaktionalen Prozesse zwischen Kind, pädagogischer Fachkraft und Umwelt in den Blick genommen. Zentrale Bezugspunkte für die Auswahl und Operationalisierung von Qualitätskriterien sind das Wohlbefinden sowie die Entwicklung des Kleinkindes. Zudem werden die Beziehungs- und Interaktionsqualität der pädagogischen Fachkraft gegenüber dem einzelnen Kind sowie der Gruppenbezug, die Kontextgestaltung (z.B. Raum, Material) und die Kooperation mit den Familien beleuchtet. Ebenso werden Rahmenbedingungen, welche vorrangig die Leitung und der Träger gestalten, in den Blick genommen. Schließlich kommen auch sozialstaatliche Vorgaben zum Tragen, hier insbesondere die Vermeidung bzw. der Abbau von Benachteiligungen. Das Monitoring erfordert die Adaption beziehungsweise Entwicklung von standardisierten als auch teilstandardisierten Instrumenten zur Qualitätsfeststellung und -sicherung.

 

 

Kontakt

Prof. Ivonne Zill-Sahm (Projektleitung)
Tel.: 0351/46902-27
E-Mail: ivonne.zill-sahm@ehs-dresden.de

Prof. Dr. Bernhard Kalicki
Tel.: 0351/46902-55 oder
089/62306-205
E-Mail: bernhard.kalicki@ehs-dresden.de

Projektmitarbeiterinnen

Kathleen Neher
Tel.: 0351/46902-64
E-Mail: kathleen.neher@ehs-dresden.de

Wenke Röseler
Tel.: 0351/46902-67
E-Mail: wenke.roeseler@apfe-institut.de

Petra Schneider-Andrich
Tel.: 0351/46902-79
E-Mail: petra.schneider-andrich@ehs-dresden.de

Sandra Patting
Tel.: 0351 46902-89
E-Mail: sandra.patting@ehs-dresden.de

Gefördert durch

Landeshauptstadt Dresden; Geschäftsbereich Soziales; Eigenbetrieb Kindertageseinrichtungen