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150 Jahre Diakonie in Sachsen. Perspektiven diakonischer Profilbildung am Beispiel von Einrichtungen der Diakonie in Sachsen

Ausgehend von der Untersuchung des diakonischen Selbstverständnisses einzelner Modelleinrichtungen der Diakonie in Sachsen wird im Rahmen des Projektes ein übertragbares und für die Träger transparentes Konzept für einen Profildialog innerhalb der Einrichtungen der Diakonischen Werke entwickelt.

Laufzeit: 01.05.2015 - 30.04.2017


Ausgangssituation

Wie auch andere soziale Einrichtungen und Unternehmen der Sozial- und Gesundheitswirtschaft so sind auch die einzelnen Träger der Diakonie bemüht, soziale Dienstleistungen mit hoher Qualität anzubieten. Dies geschieht unter den Rahmenbedingungen einer pluralen und differenzierten Gesellschaft, in der es viele verschiedene Akteure der Wohlfahrtspflege gibt und Leistungsanbieter, ob konfessionelle oder nicht-konfessionelle, miteinander konkurrieren. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, inwiefern sich Vollzüge und Leistungen der Diakonie von anderen Organisationen abheben. Wie unterscheidet sich christliche Diakonie von nichtkirchlichen Hilfeangeboten? Ist christliche Diakonie »Sozialarbeit in kirchlicher Trägerschaft« oder gibt es »Alleinstellungsmerkmale«, weist sie »etwas Besonderes« auf? Welche Überzeugungen prägen die diakonischen Träger und wie sind diese unter veränderten gesellschaftlichen Bedingungen realisierbar?

Frage-/ Zielstellung

Anlässlich des 2017 bevorstehenden 150jährigen Jubiläums der Diakonie in Sachsen möchte das Diakonische Werk Sachsen gemeinsam mit der Evangelischen Hochschule Dresden (ehs) im Rahmen des Forschungsprojekts den Prozess der diakonischen Profilweiterentwicklung in einzelnen Modelleinrichtungen erforschen und ein adäquates und transparentes Konzept beziehungsweise probates methodisches Handwerkzeug entwickeln, um in den Trägereinrichtungen des Diakonischen Werkes einen Profildialog durchzuführen.

Konzeption und Methoden

Ausgehend von der Prämisse, dass ein diakonisches Profil nicht per se gegeben ist, sondern in einem moderierten und partizipativen Prozess gewonnen, fortgeschrieben und immer neu vergegenwärtigt wird, wird in einer ersten Projektphase die Untersuchung des gegenwärtigen diakonischen Selbstverständnisses einzelner ausgewählter Modelleinrichtungen mittels Methoden der qualitativen Sozialforschung vordergründig sein. Dabei werden die Profildimensionen Organisationsentwicklung, Professionsverständnis, Gesellschaft und Verantwortung und Theologie der Diakonie eine besondere Rolle spielen. Davon ausgehend erfolgt in einer zweiten Projektphase die Entwicklung eines Konzepts zur Moderation und Förderung eines einrichtungsinternen Profildialogs, der Hilfestellung zur strategischen Neuausrichtung und zukünftigen Profilweiterentwicklung geben kann.

Ergebnisse

Neben der vollständigen Dokumentation des gesamten Forschungsprozesses und der erfassten empirischen Daten in einem Forschungsbericht entsteht ein Praxishandbuch zur Gestaltung träger- bzw. einrichtungsspezifischer Profilbildungsprozesse in Form einer Buchpublikation. Im Jahr 2017 wird zudem ein Fachtag durchgeführt. 

Fachtag am 08. März 2017

 Fachvorträge