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Evaluation Ephorale Arbeitsstellen Kinder - Jugend - Bildung (KiJuBi)

Analyse neuer Arbeitsstrukturen (Arbeitsstellen Kinder-Jugend-Bildung) auf ephoraler Ebene in sechs Pilotstandorten.

Laufzeit: 2011 - 2015


Ausgangslage

Hintergrund der Evaluation ist eine Neuordnung der Bereiche „Kinder – Jugend – Bildung“ auf ephoraler Ebene der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsen. Die bis dato bestehende Struktur mit separaten Arbeitsbereichen wurde beginnend mit dem Jahr 2009 modellhaft für sechs Pilotstandorte im ländlichen Raum Sachsens in die Struktur einer „Ephoralen Arbeitsstelle „Kinder – Jugend – Bildung“ überführt. „Ziel ist die klare Bestimmung und Zuordnung der vorhandenen Arbeitsfel-der und daraus folgend die kompetente Unterstützung und Fachberatung der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter vor Ort, die Vermeidung von Doppelstrukturen und eine situationsgemäße Koordinierung kirchlichen Handelns auf der mittleren Ebene“ (LKA, Rahmenkonzeption, 29.5.2009: 1).

Die Evaluation konzentriert sich im Wesentlichen auf eine Analyse der Strukturen in den Modellstandorten. Im Zentrum steht die Frage, inwieweit das implementierte Modell in seiner beschriebenen „idealtypischen“ Ausgestaltung – und in den in den Standorten je unterschiedlich vorfindbaren Ausprägungen - geeignet ist, die in der Konzeption der Landeskirche Sachsen festgestellten Ziele und Erwartungen zu erfüllen (Unterstützung und Fachberatung, Vermeidung von Doppelstrukturen, Koordinierung kirchlichen Handelns). Am Ende des Evaluationsprozesses soll die Frage beantwortet werden können, welche Arbeitsfelder in ihrer bisherigen Darstellung - oder auch in einem Neuzuschnitt - als Eckpfeiler (Essentials) des Bereichs Kinder-Jugend-Bildung Bestand haben und welche als flexible Elemente der Struktur verstanden werden können.

Ziele der Untersuchung

Mit der Einrichtung der „Ephoralen Arbeitsstellen Kinder – Jugend - Bildung“ in der gegebenen Struktur sind – bezogen auf die jeweilige Arbeitsstelle - insbesondere zwei Zielsetzungen verbunden:

  • a) die Ermöglichung einer (konsequenteren) Nutzung von Schnittstellen zwischen den Arbeitsbereichen und
  • b) eine (stärkere) Ausdifferenzierung der Arbeitsfelder und damit eine Profilschärfung der einzelnen Bereiche.

Damit einher gehen Fragen, die einzelne Arbeitsbereiche betreffen, sich jedoch insgesamt sowohl auf der Ebene der Handlungsfelder als auch auf der Ebene der Mitarbeiter/innen der Arbeitsstellen bewegen. Wie etwa: Welche unterschiedlichen „Interpretationen“ der von der Evang.-Luther. Landeskirche Sachsen empfohlenen Struktur der „Ephoralen Arbeitsstelle Kinder-Jugend-Bildung“ lassen sich an den sechs beteiligten Standorten finden? Inwiefern sind die individuellen Zuschnitte mit inhaltlichen Zielsetzungen, personellen und/oder räumlichen Gegebenheiten begründet bzw. begründbar? Inwieweit bewährt sich die in der Struktur neu geschaffene Leitungsstelle hinsichtlich der Ziele „Profilierung der Arbeitsfelder“, „Schnittstellenoptimierung“, „Koordination“, „konzeptionelle Weiterentwicklung der Arbeits-stelle“? Inwieweit bewährt sich die in der Struktur neu angelegte Stelle „Kirchenmusiker“? Inwiefern kann es gelingen, die Fachkompetenz der Mitarbeiter/innen zu stärken (und damit zur Profilbildung der Bereiche beizutragen)? Inwieweit gelingt es, die schulbezogene Kinder- und Jugendarbeit in die Organisationsstruktur der Kinder-Jugend-Bildung-Arbeitsstellen sachgerecht in dem Spannungsfeld zwischen Jugendarbeit, Religionsunterricht und Schulseelsorge zu verankern? Wie kann es gelingen, die Verbandsstruktur der Evangelischen Jugend in die Leitungsstruktur der Kinder-Jugend-Bildung-Arbeitsstellen zu integrieren? Wie kann es gelingen, Ehrenamtliche in die Organisationsstruktur einzubeziehen? Welche Voraussetzungen müssen auf Seiten der (potenziellen) Ehrenamtlichen und der KJB-Arbeitsstelle gegeben sein? Quer zu diesen Fragen, die im Evaluationsprozess parallel zu den „Globalfragen“ Beachtung finden, liegt die Aufgabe, mit den ephoralen Arbeitsstellen eine förderliche Struktur für die Kinder-und Jugendarbeit zu schaffen. Wie können Kinder und Jugendliche (mit ihren Familien) wieder in höherem Maße erreicht und für die christliche/kirchliche Arbeit auf dem Land interessiert und an sie gebunden werden? Welche Bedarfe sind auf Seiten der jungen Zielgruppe erkennbar und welchen Zuschnitt müssen entsprechende Angebote haben (thematisch, personell, strukturell)?

Präsentationen/Vorträge/Veröffentlichungen:

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