Evangelisches Profil

Die ehs Dresden – eine Hochschule mit evangelischem Profil

Die Evangelische Hochschule Dresden ist 1991 gegründet worden. Sie wird von der Stiftung „Evangelische Fachhochschule für Soziale Arbeit" in Dresden getragen, an der das sächsische Wissenschaftsministerium, die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens, das Diakonische Werk der sächsischen Landeskirche sowie das Diakonenhaus in Moritzburg beteiligt sind.

Was bedeutet evangelisches Profil?

„Evangelium" bedeutet „gute Nachricht". Christinnen und Christen bezeichnen mit diesem Wort die Botschaft und die Person Jesu Christi. Sie vertrauen darauf, dass Gott in Jesus Christus Mensch geworden ist und die Welt erneuern will.

Evangelisches Profil bedeutet, dass für uns diese gute Nachricht wegweisend ist. Die Achtung der Würde jedes Menschen und das Engagement für die Menschenrechte sind deshalb grundlegend. Wir setzen uns für gerechte Teilhabe und eine solidarische Gesellschaft ein. Wir unterstützen Menschen in ihrer Entwicklung und dabei, ein selbstbestimmtes und sinnerfülltes Leben zu führen.

Für die Lehre und das Zusammenleben an der Hochschule ist uns der Respekt vor den individuellen Überzeugungen wichtig. Damit verbunden ist die Bereitschaft, aufeinander zu hören und von einander zu lernen.

Ist es notwendig evangelisch zu sein, um an der ehs studieren zu können?

Nein. Die Hochschule ist für alle Studierenden unabhängig von ihrem Glauben offen. An der ehs studieren deshalb Menschen, die einer christlichen Kirche angehören ebenso wie solche, die einer anderen Religionsgemeinschaft verbunden oder konfessionslos sind. Die Achtung der persönlichen Überzeugungen ist uns wichtig. Gleichzeitig gehört es zu den Grundlagen des Studiums an der ehs, für die theologischen Inhalte in den verschiedenen Modulen offen und damit bereit zu sein, sich mit den theologischen Impulsen auseinander zu setzen. Zur Bewerbung an der ehs gehört auch eine jeweils individuelle Begründung, warum eine Bewerberin das Studium an einer evangelischen Hochschule aufnehmen möchte.

Welche Hochschullehrer vertreten Theologie und Ethik in der Lehre?

  • Dr. Viola Balz, Professorin für Psychologie (Schwerpunkt: Pflegeethik)
  • Dr. Ralf Evers, Professor für Praktische Theologie und Generationenbeziehungen
  • Dr. Ulf Liedke, Professor für theologische Ethik und Diakoniewissenschaft
  • Dr. Frank Oehmichen

Als emeritierte Hochschullehrerinnen und Lehrbeauftragte gehören weiterhin dazu:

  • Ulfrid Kleinert, Professor für Diakoniewissenschaft und Gründungsrektor der ehs
  • Dr. Ursula Pfäfflin, Professorin für Gender Studies und Kontextuelle Theologie
  • Dr. Karl-Wilhelm Dahm, Professor em. für Sozialethik und Lehrbeauftragter an der ehs
  • Pfr. Andreas Nehls M.B.A, Lehrbeauftragter für Wirtschaftsethik, Absolvent der ehs

In welchen Seminaren werden theologische bzw. ethische Themen gelehrt?

An der ehs sind alle Module interdisziplinär aufgebaut. Theologie und Ethik gehören deshalb zu den Lehrinhalten verschiedener Module. Die theologischen und ethischen Themen sind auf die Schwerpunktsetzung der jeweiligen Studiengänge bezogen.

 

Neben den Modulen jedes Studiengangs gibt es den Bereich des Studium Generale, in dem Seminare angeboten werden, die für alle Studierenden der Hochschule offen sind. In jedem Semester werden zwei Studium-Generale-Veranstaltungen mit theologischen Inhalten angeboten. Davon findet eine als Blockseminar in der Woche vor dem Beginn der Vorlesungszeit statt. Das andere theologische Seminar wird in den regulären Lehrveranstaltungswochen angeboten.

Gibt es noch weitere Lehrangebote mit theologischen Inhalten?

Die ehs bietet ein theologisch-diakoniewissenschaftliches Vertiefungsstudium an. Mit ihm wird die Möglichkeit gegeben, sich intensiver mit theologisch-diakonischen Fragestellungen zu beschäftigen. Das Vertiefungsstudium hat das Ziel, theologische Impulse auf Fragestellungen der professionellen Arbeit in Kirche, Diakonie und Gesellschaft anzuwenden. Das Vertiefungsstudium gilt als Nachweis für die besondere Befähigung für die Arbeit im Rahmen von Kirche und Diakonie. Es wird mit einer Urkunde zertifiziert. Neben den theologischen Lehrinhalten der regulären Module sind für das Vertiefungsstudium drei zusätzliche theologische Seminare im Rahmen des Studium Generale zu belegen. Darüber hinaus gehört eine Hausarbeit zu einem selbstgewählten theologisch-diakonischen Thema zum Vertiefungsstudium.

Informationen zum theologischen Vertiefungsstudium für die einzenen Studiengänge  finden Sie hier.

Wie kommt das evangelische Profil der Hochschule im Hochschulalltag vor?

Gottesdienste.  

Die ehs beginnt und beschließt ihre Semester jeweils mit einem Gottesdienst. Der Semesteranfangsgottesdienst findet am Montag der ersten Lehrveranstaltungswoche um 9:00 Uhr statt. Der Semesterabschlussgottesdienst wird am Donnerstag der letzten Lehrveranstaltungswoche im Andachtsraum der ehs gefeiert. Zusätzlich findet im Wintersemester ein Hochschulgottesdienst am zweiten Sonntag der Friedensdekade statt. Er wird in der Dresdner Kreuzkirche gefeiert. Die Studierenden der ehs gestalten die verschiedenen Gottesdienste der Hochschule mit.

Mitten am Tag.

Während der Lehrveranstaltungswochen findet jeden Montag um 12:00 Uhr eine Andacht im Andachtsraum der Hochschule statt.

Gebetskreis.

Außerdem treffen sich dienstags in der Frühstückspause von 9:45-10:15 Uhr Studierende zu einem Gebetskreis.

Darüber hinaus gibt es zahlreiche weitere Gelegenheiten, bei denen das Profil der Hochschule erkennbar wird, so beispielsweise bei den Studienabschlussfeiern, bei Fachtagungen und Gesprächskreisen.

Gegenwärtig beschäftigt sich auch eine Arbeitsgruppe aus Studierenden und Dozenten mit der weiteren Gestaltung des evangelischen Profils der Hochschule. Alle Interessierten sind eingeladen, sich an daran zu beteiligen. Kontakt: ulf.liedke@ehs-dresden.de