Entwicklung eines forschungsbasierten Konzeptes für die Anpassung der Jugendarbeit an die Erfordernisse des digitalen Zeitalters unter der Beteiligung von Fachkräften und Jugendlichen.

Laufzeit: 01.11.2018-31.12.2021


Ausgangssituation

 

Die umfassende Mediatisierung der Gesellschaft und die damit einhergehenden Herausforderungen im digitalen Zeitalter erfordern eine Neuausrichtung der Jugendarbeit. Bisher fehlt jedoch eine systematische Evaluation von Konzepten einer Jugendarbeit, die sich mit diesen Themen beschäftigt.
Jugendliche bewältigen die Herausforderungen der digitalen Kommunikation nahezu selbstständig und individuell, ohne ausreichend begleitet zu werden. Die Identitätsarbeit von Jugendlichen erfolgt sowohl offline als auch online, wodurch sie sich zunehmend anstrengender und komplexer gestaltet. Vor diesem Hintergrund ist eine Jugendarbeit gefragt, die neben der Vermittlung von Medienkompetenz Jugendliche bei ihrer Identitätsarbeit begleitet. Dabei nimmt sie Formen digitaler Ungleichheit und damit verknüpfte Unterschiede im Nutzungsverhalten in den Blick.
Die Fachkräfte der Jugendarbeit benötigen selbst Unterstützung und Orientierung im Umgang mit Jugendlichen und deren digitalen Lebenswelten, die von schnelllebigen digitalen Trends geprägt sind.
Auch an den Hochschulen und Ausbildungsstätten blieb die Verankerung einer smarten Jugendarbeit in den Curricula bisher aus.

 

Frage-/Zielstellung

Um die Fachkräfte und Jugendliche an der Entwicklung einer smarten Jugendarbeit in Sachsen zu beteiligen, soll nach ihren Erfahrungen und Erwartungen gefragt werden. Hierfür kommen quantitative und qualitative Methoden zum Einsatz. Die Ergebnisse des Projektes sollen die Partizipation und Demokratiebildung im Prozess der Entwicklung von Konzepten einer zukunftstauglichen Jugendarbeit im digitalen Zeitalter unterstützen.

 

Konzeption und Methoden

Zunächst wird mittels standardisierter Verfahren nach bestehenden und geplanten Konzepten smarter Jugendarbeit in Sachsen gefragt. Dies erfolgt über eine quantitative Abfrage bei Fachkräften der Jugendarbeit. Im Fokus stehen sowohl der eigene Umgang mit digitalen Medien als auch der von Jugendlichen sowie erste Visionen und Erwartungen an eine smarte Jugendarbeit. Eine quantitative Abfrage bei Hochschulangehörigen (Studiengangsleiter*innen und studentische Vertreter*innen) setzt den Schwerpunkt auf die Verankerung von Inhalten einer smarten Jugendarbeit in den Curricula.
Die qualitativen Erhebungen adressieren Fachkräfte der Jugendarbeit sowie jugendliche Nutzer*innen in Sachsen. In Einzel- und Gruppeninterviews sollen jeweils der Umgang mit digitalen Medien sowie Erwartungen an eine smarte Jugendarbeit eruiert werden.
Die Auswertung, Systematisierung und Bewertung der Ergebnisse erfolgt in einem Konzeptlabor im Hinblick auf Veränderungs- und Entwicklungsbedarfe in der Aus- und Weiterbildung von Fachkräften in Sachsen. Hieran werden Studierende, Fachkräfte und Expert*innen (Wissenschaft, Politik) beteiligt.

 

Kontakt

Prof. Dr. Franziska Wächter

Projektleitung

E-Mail: franziska.waechter@ehs-dresden.de

 

Tanja Brock

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

E-Mail: tanja.brock@ehs-dresden.de

 

Johannes Brock

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

E-Mail: johannes.brock@ehs-dresden.de

 

 

Gefördert durch

Landesjugendamt Sachsen/ Kommunaler Sozialverband Sachsen

Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.