Save the date

28. Mai 2020 - Abschlusstagung des Projektes PRAWIMA
„Berufsbegleitendes Studieren WEITERDENKEN“

 

PRAWIMA (PRAxisWIssenschaftsMAster) ist ein Projekt im Rahmen der Zweiten Förderrunde des Bund-Länder-Wettbewerbs „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“. Es startete im August 2014 und endet im Juli 2020. Das Projekt verfolgte das Ziel, ein innovatives Gesamtkonzept berufsbegleitenden Studierens bis zum Masterabschluss in den Bereichen Pflege und Kindheitspädagogik zu entwickeln. Zur Abschlusstagung sollen die Ergebnisse präsentiert und diskutiert werden.

 

Weitere Informationen finden Sie zeitnah unter: www.ehs-dresden.de/studium/prawima/veranstaltungen.

 

 

„Nicht-traditionelle Studierende – Zwischen Risikogruppe und akademischer Normalität“

Abschlusstagung des gleichnamigen Forschungsprojekts, 16./17.09.2019, Humboldt-Universität zu Berlin

 

Seit etwa 2011 gibt es jährlich etwa 13.000 nicht-traditionelle Studienanfänger_innen (d. h. ohne Hochschulzugangsberechtigung) an deutschen Hochschulen. Das Forschungsprojekt „Nicht-traditionelle Studierende“ (Laufzeit: 12/2011-12/2019) widmete sich dieser Personengruppe und generierte Erkenntnisse aus der Auswertung der amtlichen Hochschulstatistik, der Daten der Studierendenkohorte des Nationalen Bildungspanels (NEPS) sowie einer qualitativen Interviewstudie.

 

Einige ausgewählte Erkenntnisse der qualitativen Studie sind: 

  • Bei nicht-traditionellen Studierenden (NTS) dominieren beruflich orientierte gegenüber persönlichkeitsorientierten Studienmotiven. Sie suchen einen Ausweg aus dem aktuellen Beruf, planen einen beruflichen Aufstieg und erhoffen sich materielle Erträge. ?
  • Die Studienentscheidung der NTS ist ein wohl abgewogener Entscheidungsprozess mit individuellem Nutzen (vgl. Schroeter 1998). Es handelt sich um eine stark individualisierte Entscheidung mit teilweise individueller Kosten-Nutzen-Kalkulation (antizipierte Erträge, Opportunitätskosten, Einschätzung der Wahrscheinlichkeit des Studienerfolgs). ?
  • Werden NTS als Risikogruppe gesehen, dann überwiegt häufig die Betonung von Wissensdefiziten, geringerer (lern-)kultureller und sozialer Passung aufgrund überwiegend nicht-akademischer Bildungsherkunft und beruflicher Sozialisationserfahrungen sowie des verringerten Zeitbudgets. Eine Ressourcenperspektive (gleiche Voraussetzungen und Studierfähigkeit) sieht NTS als Elite der Berufstätigen an, die über umfangreiche Qualifikations- und Berufserfahrungen verfügen, die an berufliches Fachwissen anknüpfen und dieses anwenden können und darüber hinaus über ein hohes Fachinteresse, eine klare Zielorientierung, Motivation und Anstrengungsbereitschaft verfügen. ?
  • Typische Studienstrategien der NTS lassen sich entlang der Merkmalsräume Zielperspektive/Studienorientierung, Selbstbild „Studierfähigkeit“, Zentralität des Studiums, Bildungsverständnis, Anstrengungsbereitschaft, soziale Einbindung, Anforderungsbewältigung, Passungsempfinden ausmachen. Dadurch lassen sich sechs Typen bilden: Engagierte, Strukturierte Durchläufer, Patchworker, Kämpfer, Distanzierte Pragmatiker und Orientierungslose.
  • Als Studienerfolgsfaktoren lassen sich fachübergreifende Kompetenzen (Organisations- und Kommunikationsfähigkeit, Problemlösefähigkeit und Transferkompetenzen) sowie Persönlichkeitsmerkmale wie Lernmotivation, Fachinteresse und eine ausgeprägte Ziel-/Leistungsorientierung feststellen.

 

Aus der quantitativen Datenanalyse wurde bestätigt, dass auch ohne schulische Studienberechtigung erfolgreich studiert werden kann. Sowohl hinsichtlich der Abschluss- und Schwundquoten als auch der Abschlussnoten sind beruflich qualifizierte Studierende ohne Abitur oder Fachhochschulreife ähnlich erfolgreich wie andere Studierende, insbesondere diejenigen mit einer Hochschulzugangsberechtigung aus beruflichen Schulen oder des Zweiten Bildungswegs.

 

Gerahmt wurden die Forschungsergebnisse von interessanten Vorträgen von Prof. Dr. Hubert Ertl/BIBB zum Verhältnis von beruflicher und akademischer Bildung, von Prof. Dr. Andrä Wolter/HU Berlin zu den Ursprüngen und gegenwärtigen Dynamiken des Hochschulzugangs für nicht-traditionelle Studierende sowie Prof. Dr. Dietmar Frommberger/Universität Osnabrück zur Durchlässigkeit zwischen beruflicher und hochschulischer Bildung im internationalen Vergleich.

 

Autorinnen: Doreen Weichert und Johanna Schneider

Austauschtag zu „Community Health Nursing“ in Deutschland

An dem im Rahmen des Projektes „Community Health Nursing“ durch die Agnes-Karll-Gesellschaft/DBfK und Robert Bosch Stiftung initiierten Austauschtreffen am 7. Oktober 2019 in Berlin nahmen Vertreter_innen verschiedener Hochschulen aus ganz Deutschland teil. Sie berichteten von ihrem jeweils aktuellen Stand der Studiengangentwicklung. Darüber hinaus gab es einen Austausch zur Implementierung von „Community Health Nursing“ in Deutschland, u. a. zu den Aspekten der erweiterten Tätigkeiten im Sinne von ANP, vorhandenen Strukturen an die angeknüpft sowie notwendigen Strukturen, die aufgebaut werden müssen. Die Etablierung von „Community Health Nursing“ in der Primärversorgung soll zukünftig zur Sicherstellung der Gesundheitsversorgung der Bevölkerung in Deutschland beitragen.

An der ehs Dresden startet der deutschlandweit erste Masterstudiengang mit dem Schwerpunkt Community Health Nursing (CHN)/Advanced Nursing Practice (ANP) im März 2020. Der Studiengang ist berufsbegleitend angelegt und erstreckt sich über fünf Semester. Der Bewerbungsschluss ist der 1. Dezember 2019. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

 

Autorin: Jana Kaden

Dozentinnen / Dozenten gesucht für den Themenbereich: Theorie der Erwachsenenbildung in der Arbeit mit pädagogischen Fachkräften in Handlungsfeldern der Kindheitspädagogik

 Zur Ausschreibung gelangen Sie hier.

Erste Zertifikatskurse im Rahmen der Wissenschaftlichen Weiterbildungen „Kindheitspädagogik weiterdenken“ und „Pflege weiterdenken“ an der ehs erfolgreich erprobt

Im Sommer haben die Teilnehmenden der Erprobung der Wissenschaftlichen Weiterbildungen die ersten angebotenen Zertifikatskurse „Kindheitspädagogik an der Schnittstelle zu Handlungsfeldern der Kinder- und Jugendhilfe“, „Pflegerischer Schmerzexperte/Pflegerische Schmerzexpertin“ und „Evidence-based Nursing“ erfolgreich abgeschlossen.

 

Für berufserfahrene Fachkräfte, die bereits über einen ersten akademischen Abschluss verfügen, stellen die auf Masterniveau konzipierten Zertifikatskurse eine Möglichkeit zur beruflichen Weiterentwicklung dar und können zudem eine Brücke in ein nachfolgendes Masterstudium sein.

 

Neben den jeweiligen Kursinhalten empfanden die Teilnehmenden den Erfahrungsaustausch untereinander sowie den Bezug zur eigenen beruflichen Tätigkeit sehr wertvoll. Auch die Akademisierung in den beiden Feldern, sowie Einsatzmöglichkeiten für akademisch qualifiziertes Personal war ein wichtiges Diskussionsthema. Für alle Teilnehmenden war es eine gewinnbringende Zeit und ein zukünftiger fachlicher Austausch in den fachlichen Feldern wurde als gemeinsames Ziel formuliert.

 

Wir freuen uns auf die kommenden Zertifikatskurse im Herbst und wünschen Allen einen schönen Sommer.

 

Teilnehmende des Zertifikatskurses „Kindheitspädagogik an der Schnittstelle zu Handlungsfeldern der Kinder- und Jugendhilfe“ mit den Kursleitungen Dr. Thomas Drößler und Louise Mummert

Teilnehmende des Zertifikatskurses „Pflegerischer Schmerzexperte/Pflegerische Schmerzexpertin“ mit Kursleiter Prof. Dr. Thomas Fischer

Teilnehmende des Zertifikatskurses „Evidence-based Nursing“ mit Kursleiterin Prof. Dr. Gabriele Bartoszek

Autorinnen: Jana Kaden, Sandra Patting 

 

 

 

„Offen für den Wandel? Transformationsprozesse durch die Öffnung von Hochschulen“

Arbeitstagung 2019 der wissenschaftlichen Begleitung mit den Förderprojekten des BMBF-Wettbewerbs „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“, 18./19.06.2019, Berlin

 

Im Mittelpunkt der diesjährigen Arbeitstagung des Wettbewerbs „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“ standen Transformationsprozesse, die mit der Öffnung von Hochschulen für neue Zielgruppen zu tun haben. Wie vielschichtig und weitreichend diese Veränderungsprozesse sind, verdeutlichte das breite Themenspektrum der Vorträge und Präsentationen.

 

Die BMBF-Referatsleiterin Frau Kerstin Mucke stellte zunächst in ihrem Grußwort die Erfolgsgeschichte des Wettbewerbs seit dem Beginn im Jahr 2014 dar und verwies auf die am 12. Juni 2019 beschlossene Nationale Weiterbildungsstrategie, die Empfehlung des Wissenschaftsrates zur wissenschaftlichen Weiterbildung und die Nachfolgepakte für den Hochschulpakt und Qualitätspakt Lehre als deutliche Signale an die Hochschulen.

 

Der Keynote-Speaker Prof. Dr. Geri Thomann gab einen Einblick in den aktuellen Stellenwert der wissenschaftlichen Weiterbildung in der Schweiz. Unterschiedliche Projektbeiträge beleuchteten u. a. Kommunikationsstrategien zur Implementierung von Transformationsprozessen, Analysemodelle für die Organisationsentwicklung, Studiengangentwicklungsprozesse, die Bedeutung der Theorie-Praxis-Verzahnung als transformatives Element, das Thema Akkreditierung wissenschaftlicher Weiterbildung und noch vieles mehr.

 

Frau Dr. Sabine Behrenbeck, Leiterin der Abteilung Tertiäre Bildung im Wissenschaftsrat, sprach über das mitunter zähe Ringen zwischen Bund und Ländern um die Empfehlungen des Wissenschaftsrates zu hochschulischer Weiterbildung als Teil lebenslangen Lernens, die im Januar 2019 beschlossen wurden.

 

Neben interessanten Inputs gab es viel Raum für den Austausch zwischen den Projekten und einen gemeinsamen Blick in das nun mehr beginnende, letzte Jahr des Wettbewerbs, der im Juli 2020 enden wird. Die Arbeitstagung 2020 wird am 15./16. Juni 2020 wieder in Berlin stattfinden.

 

Autorinnen: Johanna Schneider, Doreen Weichert

Wissenschaftliche Weiterbildungen sind in die Erprobung gestartet

Wir freuen uns über den erfolgreichen Start der Wissenschaftlichen Weiterbildungen „Kindheitspädagogik weiterdenken“ sowie „Pflege weiterdenken“ in der Erprobung an der ehs. Im April starteten in den Zertifikatskursen „Kindheitspädagogik an der Schnittstelle zu Handlungsfeldern der Kinder- und Jugendhilfe“ sowie „Pflegerischer Schmerzexperte/Pflegerische Schmerzexpertin“ und „Evidence-based Nursing“ insgesamt 42 Teilnehmende.

 

Die Zertifikatskurse sind im Rahmen der Masterstudiengangsentwicklungen in den Bereichen Kindheitspädagogik und Pflege entwickelt worden und somit für das Masterniveau konzipiert. Die Zertifikatskurse können später in den entsprechenden Masterstudiengängen angerechnet werden. In beiden Bereichen besteht nach erfolgreicher Teilnahme an allen vier angebotenen Zertifikatskursen die Möglichkeit ein Hochschulzertifikat zu erwerben („Kindheitspädagogik auf Masterniveau“ bzw. „Grundkurs Community Health Nursing“).

 

Erprobt werden sowohl die fachlichen Inhalte wie auch das didaktische Konzept der Zertifikatskurse, welche als Blended-Learning-Angebote konzipiert sind. Das Ziel ist es, berufserfahrenen Fachkräften ergänzend zu ihrer beruflichen Tätigkeit bedarfsgerechte Angebote der fachlichen Weiterqualifizierung zu ermöglichen.

 

Autorinnen: Jana Kaden, Sandra Patting