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JUHIP - Jugendhilfe Leipzig

Erstellung des Planungsberichtes zur Jugendhilfeplanung für die Leistungsbereiche "Kinder-, Jugend- und Familienarbeit" und "Andere Aufgaben/ Jugendgerichtshilfe" (§§ 11-14, 16 und 52 SGB VIII i.V.m. JGG) für die Landeshauptstadt Dresden, 2013-2016

Laufzeit: Juli 2011 - März 2012


Zielstellung

Erstellung des Planungsberichtes unter der Berücksichtigung folgender Anforderungen:

  • Systematische Beschreibung der Lebens- und Problemlagen
  • Qualitative Bestandsanalysen - Sozialraumanalysen
  • Kommunikativ- aushandlungsorientierter Planungsprozess

Inhalte

Das Projekt gliederte sich in drei Hautprozesse:

(1) Vor dem Hintergrund von Lebenslagenkonzepten und der Datenlage in Dresden wurde ein Indikatorensystem theoretisch hergeleitet und kommunikativ validiert, das zur Beschreibung der Lebenslagen von Kindern, Jugendlichen und deren Eltern in Dresden angewendet werden konnte. Es wurde eine empirische Basis objektiver Daten auf Stadtraum- und Stadtteileben für die vergangenen 5 Jahre geschaffen und es wurden dementsprechend Aussagen zu vergangenen und zukünftigen Entwicklungen sowie zur Heterogenität zwischen den Stadtteilen einzelner Planungsräume herausgearbeitet. Ein erarbeiteter Index ermöglicht Aussagen über soziale Belastungen auf Stadtraum- und Stadtteilebene ermöglicht.

(2) Erarbeitung einer empirisch fundierten Einschätzung zur Lebenssituation in den Planungsräumen mit qualitativen Sozialraumanalysen (Gruppendiskussionen mit Stakeholdern, Dokumentenanalysen, Recherchen). Die Ergebnisse der Sozialraumanalyse erlauben eine Zuordnung zu "Stadtraumtypen" für die gesamte Stadt. Die Stadtraumtypen geben die jeweils spezifischen Themen- und Problemsituationen der Kinder- und Jugendhilfe wieder. Sie sind eine wichtige Grundlage zur konzeptionellen Weiterentwicklung für eine stadtraum- und zielgruppenbezogene Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendhilfe. Die Sozialraumanalyse ist mit den statistischen Ergebnissen verschränkt. Sie bietet Verständigungsprozesse auch mit NutzerInnen von Dienstleistungen.

(3) Der Kommunikativ-aushandlungsorientierter Planungsprozess wurde durch folgende Struktur realisiert: Steuerungs-AG, Fachtagung, Themengruppen). Hier wurden in der ersten Phase Zwischenergebnisse validiert, Akzeptanz hergestellt sowie Schlussfolgerungen für die Jugendhilfeplanung diskutiert und gesichert. In der zweiten Phase wurden die Ergebnisse validiert und für den Prozess gesichert, Wertvorstellungen zur Jugendhilfeplanung abgestimmt, Ziele und Steuerungserfordernisse diskutiert, gebietsbezogene Ausbaukonzepte vorbereitet, über die unterschiedlichen Perspektiven Konsens erzielt und die Fortführung des Planungsprozesses nach Ablauf des Projektes vorstrukturiert und gesichert.

Mit dem Planungsbericht basiert auf einem wissenschaftlichem Planungsmodell und der Verpflichtung zu einem kontinuierlichen Planungsprozess, also Jugendhilfeplanung nicht als sich erledigende und abschließbare Aufgabe zu verstehen, sondern vielmehr als einen durch Kommunikation und Partizipation bestimmten Aushandlungsprozess.

Methoden

Instrumente der Sozialberichterstattung, Indikatoren- und Indexentwicklung, Datenanalyse, exemplarische Anwendung objektiver Daten zur Beschreibung von Lebens- und Problemlagen "junger Menschen" in Dresden für einen Analysezeitraum von 5 Jahren auf Stadtteil- und Stadtraumebene, Stadtraumprofile Sozialraumanalysen (Gruppendiskussion, Dokumentenanalysen), Experteninterviews, beteiligungsorientierte Verfahren, Akzeptanzmanagement