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Fallvermeidende Hilfen

Evaluation der „Maßnahmen der Jugendhilfe, die zur Vermeidung von Einzelfallhilfen führen: Projekte zur Einzelfallvermeidung” im Verbund mit dem Programm „Optimierung von Erziehungs- und Bildungsprozessen, Familienbildung und Beratung in der Kindertagesstätte”.

Laufzeit: September 2005 - Dezember 2007


Die Landeshauptstadt Dresden hat im Sommer 2005 ein Programm „Maßnahmen der Jugendhilfe, die zur Vermeidung von Einzelfallhilfen führen: Projekte zur Einzelfallvermeidung” initiiert. Ziel des Programms ist, Konzepte und Strukturen zu entwickeln und zu erproben, die jungen Menschen und Familien Hilfe und Unterstützung gewähren, bevor sie auf Hilfen zur Erziehung angewiesen sind.

Im Rahmen des Programmes werden insgesamt zehn Projekte aus verschiedenen Handlungsfeldern der Kinder- und Jugendhilfe, mit unterschiedlichen Zielgruppen und konzeptionellen Zugängen gefördert. Dabei wird laut Ausschreibung „die präventive Orientierung” als ein Merkmal der Kinder- und Jugendhilfe verstanden, nicht als Konzept zu ihrer Struktur.

Ziel der Projekte ist, zur Verbesserung der Lebenslagen, zur Entwicklung und Stärkung der Fähigkeiten zur Problembewältigung sowie zur Integration junger Menschen – im Familienverband oder familiengelöst – in besonders belasteten Entwicklungsbedingungen, beizutragen.

Zwei weitere Projekte werden im Rahmen des Programms „Optimierung von Erziehungs- und Bildungsprozessen, Familienbildung und Beratung in der Kindertagesstätte” gefördert. Dieses Programm ist vom Eigenbetrieb Kindertagesstätten der Landeshauptstadt Dresden initiiert worden.

Methoden

Die Evaluation erfolgt sowohl intern als auch extern, wobei die externe Evaluation insbesondere spezifische bedarfsbeeinflussende Faktoren im Bereich der Hilfe zur Erziehung berücksichtigt – darunter sozialstrukturelle Bedingungen, unter denen sich Erziehung in Familien vollzieht, sowie die spezifischen Wahrnehmungs-, Definitions- und Entscheidungsprozesse, unter denen das Jugendamt seine Aufgaben wahrnimmt. Die Projekte werden von einem Wirksamkeitsdialog zwischen den freien und dem öffentlichen Träger begleitet. Neben den Projekten nehmen weitere Beteiligte wie Jugendhilfeplanung, Abteilung Kinder- und Jugendförderung, Abteilung Soziale Dienste, Eigenbetrieb Kindertageseinrichtungen an diesem Dialog teil.

Inhalt

Einzelfallhilfe wird zumeist aufgrund der Häufung und Intensität von Belastungen erforderlich. Sie ist mit großem fachlichen und finanziellem Aufwand verbunden. Ihr später Einsatz relativiert die Wirkungsmöglichkeiten. Notwendig ist, Leistungen nach dem SGB VIII auch gezielt zur Prävention einzusetzen. Die apfe / ZfW evaluiert das Modellvorhaben und unterstützt die geförderten Projekte bei der Umsetzung ihrer Zielstellungen. Ein Auftrag der Evaluation ist es, die Wirkungen und Vorgehensweisen der Maßnahmen zu untersuchen.