Im Auftrag des SMS werden Informationen zur beruflichen Orientierung bei Absolvent*innen der Jahre 2018, 2019 und 2020 der Ausbildungsgänge für sozial-/heilpädagogische Fach- und Hochschulqualifikationen in Sachsen erhoben, um angemessene Handlungsoptionen abzuleiten. Im Fokus stehen Fragen zur beruflichen Orientierung der Absolvent*innen, zur Bleibe- und Abwanderungsmotivation sowie zu Kenntnissen über Rahmenbedingungen und Anforderungsprofile der entsprechenden Tätigkeiten.

Laufzeit: 01.10.2019 - 31.03.2021


Ausgangssituation/ Hintergrund 

Auch im Handlungsfeld sozialer Dienstleistungen, wie z.B. in der Kinder- und Jugendhilfe als Teilbereich personalintensiver sozialer Dienstleistungen, beklagen Träger und Einrichtungen den Fachkräftemangel. Untersuchungen des Landesjugendamtes in Sachsen zur Arbeitsmarktstatistik zeigen, dass in den letzten drei Jahren nur etwa die Hälfte der Absolvent*innen einschlägiger Ausbildungen eine Tätigkeit in der  Kinder- und Jugendhilfe im Freistaat Sachsen aufnahmen. Zum Verbleib der übrigen Absolvent*innen und deren lebensbiografischer Entwicklung - wie etwa Abwanderung, Tätigkeiten in anderen Berufsfeldern der sozialen Arbeit oder Eintritt in die Familienphase - geben die vorliegenden statistischen Daten nur eingeschränkt Auskunft.
Entsprechend der Öffentlichen Ausschreibung und auf Grundlage des Papiers des Landesjugendamtes zur „Situation zum Personalbedarf in den Hilfen zur Erziehung im Freistaat Sachsen“ ist zur Sicherstellung genügend und geeigneter Fachkräfte die Perspektive der Absolventinnen und Absolventen der Ausbildungsgänge für sozial-/heilpädagogische Fach- und Hochschulqualifikationen in Sachsen essentiell.

Frage-/Zielstellung

Ziel des Vorhabens ist es, Erkenntnisse zur beabsichtigten Berufsperspektive von Absolvent*innen einschlägiger Studiengänge mit Blick auf die Kinder- und Jugendhilfe im Freistaat Sachsen insbesondere der Hilfen zur Erziehung zu erhalten. Im Fokus stehen insbesondere die Fragen zur beruflichen Orientierung, zur Bleibe- und Abwanderungsmotivation, zu Kenntnissen über Rahmenbedingungen und Anforderungsprofile der entsprechenden Tätigkeiten. Ziel der Absolventinnen- und Absolventenbefragung ist es, diesbezügliche Kenntnisse zu generieren und angemessene Handlungsoptionen abzuleiten. Damit soll ein wesentlicher Beitrag zur Entwicklung von Strategien zur Überwindung des Fachkräftemangels in den sozialen Dienstleistungen geleistet werden.
 

Konzeption und Methoden

Das Untersuchungskonzept kombiniert qualitative und quantitative Forschungsdesigns und umfasst zwei standardisierte Erhebungen sowie qualitative Befragungen auf mehreren Ebenen. Umgesetzt werden:
•    eine standardisierte Absolvent*innenbefragung,
•    eine standardisierte Befragung zur Bedarfsanalyse,
•    eine explorative qualitative Befragung (Fokusgruppen) von Lehrenden an Fach- und Hochschulen im Kontext der Bedarfsanalyse,
•    eine explorative qualitative Befragung von Leitungspersonen bei freien/öffentlichen/privaten Trägern im Kontext der Bedarfsanalyse,
•    ergänzende qualitative Experteninterviews (Fokusgruppen) der Lehrenden an Fach- und Hochschulen zu Berufsfeldern und beruflicher Orientierung der Absolvent*innen sowie
•    Fokusgruppen mit Beteiligten aller Handlungsebenen zur Entwicklung, Bewertung und Abstimmung von Handlungsempfehlungen.

 

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Kontakt

 

Projektleitung

Prof. Dr. Silke Geithner
E-Mail: silke.geithner@ehs-dresden.de

Tel.: +49 (0)351-469 02 369

Dr. Thomas Drößler

E-Mail: thomas.droessler@ehs-dresden.de

Tel.: +49 (0)351-469 02 354

 

Wissenschaftliche Mitarbeit

Götz Schneiderat

E-Mail: goetz.schneiderat@ehs-dresden.de

Tel.: +49 (0)351 469 02 428

Bernhard Wagner

E-Mail: bernhard.wagner@ehs-dresden.de

 

Auftraggeber

Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt
Albertstraße 10
01097 Dresden

Landesjugendamt Sachsen
Carolastraße 7a
09111 Chemnitz