Ziel des Projektes ist die Evaluation der von der Stadt Dresden (Amt für Kindertagesbetreuung) neu gefassten heilpädagogischen Zusatzqualifikation für den Bereich der Kinder- und Jugendhilfe. Die Evaluation soll das zu Grunde gelegte Curriculum sowie tangierende Verordnungen und -konzepte bewerten und daraus ableitend Empfehlungen zur Weiterentwicklung formulieren.

Laufzeit: 01.09.2021 - 31.12.2022


 

Ausgangssituation/ Hintergrund 

Die Landeshauptstadt Dresden verfolgt die langfristige Strategie, „ein inklusives System der Kindertagesbetreuung zu entwickeln“ (vgl. LH Dresden, Amt für Kindertagesbetreuung 2017, S. 3), das auf dem Bundesteilhabegesetz (BTHG) sowie der UN-Behindertenrechtskonvention  (UN-BRK) fusst. 

Zur Entwicklung von inklusiven Bildungs- und Entwicklungsorten sind u.a. spezifische fachliche Kompetenzen der dort tätigen Fachkräfte maßgeblich.

Das Dresdner Amt für Kindertagesbetreuung hat deswegen in Zusammenarbeit mit dem Institut 3L die heilpädagogische Zusatzqualifikation mit Schwerpunkt Kinder und Jugendliche (HPZ) überarbeitet und neu gefasst. Anliegen war es, das fachliche Verständnis sowie rechtliche und strukturelle Bedingungen entsprechend dem weiterentwickelten gesellschaftlichen Verständnis von Inklusion neu auszurichten. Nun soll geprüft werden, inwieweit dieses Anliegen erreicht wurde und welche Weiterentwicklungen notwendig sind. 

 


Fragestellung und Ziele

Der Evaluationsgegenstand ist die neugefasste heilpädagogische Zusatzqualifikation mit Spezialisierung auf den Kinder- und Jugendbereich. Ziel der Evaluation ist die Bewertung des Gegenstandes in Bezug auf seine Übereinstimmung mit Leitideen sowie sein Erzielen von angenommenen Wirkungen. 

 

Leitende Forschungsfragen sind:

  • Stimmt das Curriculum mit den Leitideen überein?
  • Inwiefern verändert sich die (inklusive) Fachkompetenz der Fachkräfte durch die neugefasste Zusatzausbildung?
  • Welche Bedingungen benötigen Bildungsträger, um die Zusatzqualifikation passgenau anbieten zu können?
  • Braucht es strukturelle und inhaltiche Anpassungen der bereits neu gefassten Zusatzausbildung? Wenn ja, in welchen Bereichen und inwiefern?
  • Wie kann die Zusatzqualifikation optimal landesweit implementiert werden?
  • Braucht es weitere strukturelle und rechtliche Anpassungen?

 


Vorgehen

Die Evaluation folgt einem Modell nutzungs- bzw. wirkungsorientierter Evaluation: dem Programmbaum (vgl. Farrokhzad & Mäder 2016). Dieses Modell ist ein Instrument, mit dem die Elemente eines Programms in ihrer Wirklogik beschrieben und Zusammenhänge zwischen Maßnahme und Wirkung ermittelt werden können. Dem Programmbaum liegen vier Dimensionen zugrunde: (1) die Bedingungen, (2) der Plan, (3) die Umsetzung und (4) die Resultate. Zu jeder dieser Dimensionen werden relevante Dokumente gesichtet sowie signifikante Akteur:innen zu einer Einschätzung befragt. Für die dritte und vierte Dimension werden zudem Aktivitäten in den Blick genommen sowie Wirkungen derer gemessen (z.B. Wissen- und Kompetenzzuwachs bei den Teilnehmer:innen). Das Vorgehen ermöglicht damit eine holistische Perspektive auf den Gegenstand und seinen Kontext.

Das Projekt endet mit einem Bericht, in dem theoretische Grundlagen formuliert werden, die methodische Umsetzung detailliert dokumentiert wird sowie die Ergebnisse, insbesondere Empfehlungen, anschaulich und nachvollziehbar dargestellt werden.

 


 

Kontakt

 

Projektleitung

Dipl.-Soz. Petra Schneider-Andrich
E-Mail: petra.schneider-andrich@ehs-dresden.de

Tel.: +49 (0)351-469 02 371

 

Wissenschaftliche Mitarbeit

Dipl.-Soz. Doreen Weichert

E-Mail: doreen.weichert@ehs-dresden.de

 


Kooperationspartner

  • Sächsisches Staatsministerium für Kultus – Ref. 42 Kindertagesbetreuung
  • Kommunaler Sozialverband Sachsen
  • Stadt Dresden – Amt für Kindertagesbetreuung – Abt. Strategisches Management
  • Stadt Dresden – Amt für Kindertagesbetreuung – SB Qualitäts- und Projektmanagement
  • Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt – Landesjugendamt Sachsen – Ref. Kindertagesbetreuung Fortbildung / Fachkräftegebot
  • Institut 3L
  • Volkshochschule

 


Gefördert durch

Sächsisches Staatsministerium für Kultus / Kommunaler Sozialverband im Rahmen der Richtlinie des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus zur Sicherung und Weiterentwicklung der Qualität in Kindertageseinrichtungen und in der Kindertagespflege

 

 

 

 

Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.