Virtuelle Lehrkooperation

Mit virtuellen Lehrkooperationen fördert das Projekt BediRa die Vernetzung und den Austausch mit anderen konfessionellen Hochschulen mit sozialen, personenbezogenen Studiengängen. Dabei öffnen Dozierende ausgewählte Lehrangebote für Studierende von nationalen und internationalen Partnerhochschulen.

Wer davon profitiert? Wir sind der Meinung: alle!

  • Studierende: Die virtuelle Lehrkooperation ermöglicht Studierenden niedrigschwellige Austauscherfahrungen mit Peers - auch ganz ohne Mobilität. Somit erhalten sie ein vielfältigeres Lehrangebote und neue, (bundes)länderübergreifende Perspektiven auf sozial- und pflegewissenschaftliche Fragestellungen und sammeln Lern- und Kooperationserfahrungen jenseits des heimatlichen Hochschulhorizonts.
  • Lehrende: Virtuelle Lehrkooperationen bereichern und beleben die eigene Lehre. Studierende anderer Hochschule bringen neue, interdisziplinäre Perspektiven ein und fördern die Reflexivität. Zudem werden kooperative Lehrformen wie das Tandem-Teaching ermöglicht.
  • Die beteiligten Hochschulen: Neben einer größeren Vielfalt der Lehrangebote profitieren die Hochschulen von den jeweils unterschiedlichen Lehr- und Forschungsschwerpunkten, vom Expertise-Austausch und der Möglichkeit zu weitergehenden Kooperationen im Bereich der Forschung, Drittmittelakquise etc.

Lehrangebote für Partnerhochschulen im Sommersemester 2022

Angebote der Evangelischen Hochschule Dresden

Im Sommersemester 2022 öffnet die Evangelische Hochschule Dresden erstmals Lehrangebote für externe Studierende der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin, der Evangelischen Hochschule Freiburg und der Evangelischen Hochschule Darmstadt.

 

Interessierte Studierende können sich bis 20. März 2022 per E-Mail an projekt.bedira@ehs-dresden.de für die unten stehenden Lehrangebote anmelden. Die Anmeldung wird geschlossen, sobald alle verfügbaren Plätze vergeben sind. Es wird eine Warteliste eingerichtet. Nach Abschluss des Lehrangebots erhalten externe Studierende eine Teilnahmebestätigung inkl. Lehrinhalten, ECTS-Punkte/Workload und ggf. Prüfungsleistungen. Diese dient der Anerkennung an der Heimathochschule.

 

Alle Lehrangebote zum Download.

Vortragsreihe: Aktuelle theoretische, empirische und methodische Diskurse in der Sozialen Arbeit

Dozent:in Prof. Dr. Stefania Maffeis
Beschreibung In der Ringvorlesung des Studienbereichs Soziale Arbeit werden Referent:innen aus Disziplin und Profession der Sozialen Arbeit Einblicke in ihre aktuellen theoretischen, empirischen und methodischen Projekte und Fragestellungen geben. Die Vorträge beinhalten auch die Möglichkeit für Nachfragen und Diskussion.
Veranstaltungstyp Studium Generale, Ringvorlesung (digital über Zoom)
Max. Teilnehmendenzahl 100
Termine Di, 19.04.2022 17:30 - 19:00
Di, 10.05.2022 16:45 - 18:15
Di, 31.05.2022 17:30 - 19:00
Di, 21.06.2022 16:45 - 18:15
Di, 05.07.2022 17:00 - 19:00
ECTS-Punkte 1 CP
Leistungsnachweis mündliche Präsentation / Referat
Anzahl Plätze für externe Studierende 5
Voraussetzungen regelmäßige Teilnahme

Workshop: Verschwörungstheorien erkennen, benennen und im Berufsfeld richtig (re)agieren

Dozent:in Prof. Dr. Nina Weimann-Sandig
Beschreibung In Zeiten der Corona-Pandemie haben Verschwörungstheorien Konjunktur. Wenngleich wir heute einen so großen und differenzierten Informationszugang haben wie nie zuvor, werden empirisch gesicherte Fakten und Tatsachen von bestimmten Gruppen von Menschen einfach nicht berücksichtigt. Oder liegt es gerade an der (undifferenzierten) Informationsflut, der wir heute ausgesetzt sind? Wie ist es zu erklären, dass manche Menschen verstärkt nach eigenen, einfacheren Erklärungen greifen für vielschichtige Phänomene und immer öfter Schuldige gesucht werden, als Ursachen? Gerade für die Berufsfelder der sozialen, personenbezogenen Dienstleistungen wird der Umgang mit Verschwörungstheorien und Verschwörungstheoretiker:innen zunehmend zur Herausforderung. Dort, wo es gilt, vulnerable Gesellschaftsgruppen in der Pandemie oder anderen Krisenszenarien besonders zu schützen, braucht es eine spezifische Resilienz im Umgang mit Verschwörungstheoretiker:innen. Im Workshop wollen wir gemeinsam anhand weit verbreiteter Verschwörungstheorien klären, wie diese funktionieren, welche Bedürfnisse dabei bedient werden und warum es so schwierig ist, mit Anhänger:innen von Verschwörungstheorien ins Gespräch zu kommen. Ebenso wollen wir uns mit der Frage auseinandersetzen, welche biographischen, charakterlichen und gesellschaftlichen Einflüsse dazu führen, dass bestimmte Menschen empfänglicher für Verschwörungstheorien sind als andere. Am Ende wissen wir, was eine Theorie eigentlich ausmacht, wie wirkliche Theorien hinterfragt werden können und wie wir mit berechtigter Gesellschaftskritik im Sinne einer Demokratieförderung umgehen. Zugleich soll der Workshop auch Gelegenheit bieten, unterschiedliche Szenarien des Umgangs mit Verschwörungstheoretiker:innen z.B. in Arbeitsteams oder auf der Ebene der Klient:innen, Patient:innen und Hilfeempfänger:innen gemeinsam zu durchdenken und Lösungsansätze zu formulieren. Die Besonderheit dieses Studium Generale Angebots: die Veranstaltung ist geöffnet für Studierende der Partnerhochschulen Freiburg, Darmstadt und Berlin. Der Blick über den Tellerrand des Bundeslandes Sachsens ist gerade für dieses Thema eine große Bereicherung. Denn die Verschwörungs- und Querdenkenbewegungen sind in den Bundesländern unterschiedlich stark ausgeprägt und haben zum Teil auch unterschiedliche Wurzeln. Um ein solches, gemeinsames Angebot zu realisieren, findet die Veranstaltung digital statt und wird über die Plattform Zoom sowie den Einsatz kollaborativer Tools organisiert. Wichtig für diese Veranstaltung ist eine verlässliche Teilnahmebereitschaft.
Veranstaltungstyp Studium Generale, Workshop (digital über Zoom)
Max. Teilnehmendenzahl 30
Termine Di, 05.04. 16:15-20:00 Uhr
Di, 26.04. 16:15-20:00 Uhr
Di, 17.05. 16:15-20:00 Uhr
Di, 14.06. 16:15-20:00 Uhr
ECTS-Punkte 3 CP
Leistungsnachweis Präsentation
Anzahl Plätze für externe Studierende 5
Voraussetzungen aktive Teilnahme; Selbststudium durch Vorbereitung und kontinuierliche Bearbeitung von Padlet-Beiträgen. Geplant ist hier, dass die Studierenden sich einen „Verschwörungsfall“ selbst aussuchen und mit dem Wissen aus den Veranstaltungen sukzessive weiterbearbeiten, etwa mit Blick auf gesellschaftliche Zusammenhänge, Wirkungen im In- und Ausland, Analyse von medialen Darstellungen usw. Am Ende erfolgt eine virtuelle Padletbegehung und Präsentation durch die Studierenden.

Exkursion: Summer School in Wien

Dozent:in Prof. Dr. Franziska Wächter
Beschreibung Inhalte und Ziele der 5-tägigen Summer School in Wien im Rahmen des Projekts (In)Visible Women in Social Sciences and Social Work (DAAD-IVAC-Projekt mit der Seinäjoki University of Applied Sciences, Finnland und der Wirtschaftsuniversität Wien, Österreich) sind eine Exkursion zum Ort der Marienthalstudie (zur Biografie Marie Jahoda); thematische Workshops/Lehreinheiten zu den Aspekten Diversity, Forschung und Interkulturalität sowie ein Workshop unter externer Anleitung zu „Educational Comics“. Im Anschluss erstellen die Studierenden gemeinsam mit professionellen Comic-Zeichner:innen in Arbeitsgruppen fünf „Educational Comics“ (Marie Jahoda, Dorothy Swaine Thomas, Margaret Mead, Beatrice Webb, Hilma Granqvist), die einen Blick auf die Geschlechterverteilung, Schwerpunktsetzung in Methoden und Themen der Empirischen Sozialforschung und Sozialarbeit ermöglichen und gleichzeitig Wissen über strukturelle Barrieren innerhalb des Wissenschaftsfeldes und der Karrieren von Frauen vermitteln. Arbeitssprachen der Exkursion sind Deutsch und Englisch.
Veranstaltungstyp Exkursion
Max. Teilnehmendenzahl Ca. 50 Studierende (ca. 20 über die Ev. Hochschule Dresden, ca. 30 über die Wirtschaftsuniversität Wien)
Termine 22.05. Anreise
23.05.-25.05. thematische Workshops und Lehreinheiten
26.05. Exkursion nach „Marienthal“ inkl. Führung
27.05. Abreise
Die Kosten für die Teilnahme an der Exkursion (Reise, Unterkunft, Verpflegung) können leider nicht übernommen werden. Ggf. kann eine Förderung über das PROMOS-Programm beim International Office Ihrer Hochschule beantragt werden. Zur Orientierung, wer eine Unterkunft in Wien benötigt: Der Großteil der Teilnehmer:innen hat in der „Superbude Prater Wien“ reserviert. Ein Zimmer für 4 Personen kostet 109 Euro pro Nacht, ein DZ weniger als 80 Euro. Nehmen Sie bei Interesse gern Kontakt mit uns auf (projekt.bedira@ehs-dresden.de) – wir unterstützen gern!
ECTS-Punkte 3 CP
Leistungsnachweis mündliche Präsentation der Arbeitsergebnisse in Wien
Anzahl Plätze für externe Studierende 5
Voraussetzungen Sichtung der Biografien der Protogonistinnen; Material wird vorab gern zur Verfügung gestellt Achtung: an der WU Wien gilt die 2,5G-Regel

Nähere Informationen zum Projekt (In)Visible Women in Social Sciences

Lehrangebote für ehs-Studierende im Sommersemester 2022

Angebot der Evangelischen Hochschule Freiburg

International Talks: Human Rights – Interdisciplinary perspectives on migration and peace building