Profil

TEST Prof. Dr. Nina Weimann-Sandig

Prof. Dr. Nina Weimann-Sandig

E-Mail: Nina.Weimann-Sandig@ehs-dresden.de

Lebenslauf

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



seit 2016
Professorin für Empirische Sozialforschung, Schwerpunkt Sozialstrukturanalyse an der Evangelischen Hochschule Dresden

 

2013-2016

Wissenschaftliche Referentin am Deutschen Jugendinstitut, München

Schwerpunkte: Ausbau der Kindertagespflege, qualitative Entwicklung der Kindertagesbetreuung in Deutschland, demographieorientierte Personal- und Organisationsentwicklung von Fachkräften im Bereich der Kindertagesbetreuung und Altenpflege, Quereinstiegsmöglichkeiten in die Berufsfelder Pflege und Kindertagesbetreuung


2010-2012

Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsbereich Erwerbslosigkeit und Teilhabe am Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), Nürnberg

Schwerpunkte: Exklusion, Gender Studies (v.a. Altersarmut von Frauen), Eingliederung von Langzeitarbeitslosen

2008-2012

Referentin des Direktors am Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) Nürnberg

- Organisation von Veranstaltungen für Politik und Scientific Community, Konzeption der Sitzungen des wissenschaftlichen Beirats

- Politikberatung von Fachöffentlichkeit und politischen

Gremien zu Fragen der Arbeitsmarktforschung

- Leitung der Arbeitsgruppe Qualitätssicherung, Personal- und

Organisationsentwicklung am IAB

- Leitung der Begleitforschung zur Bilanzierung der

Chancengleichheit in der BRD (im Auftrag des BMFSFJ)

 

 

2005-2008

Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Soziologie der Universität Erlangen-Nürnberg, Lehrstuhl I, Prof. Gert Schmidt

 

Forschungsschwerpunkte:

Soziologie Industrieller Beziehungen, Arbeits- und

Organisationssoziologie (insbesondere am Beispiel der

Automobil- und Zulieferindustrie sowie der Energiewirtschaft), Arbeitsmarktforschung, Stadtsoziologie

 

 

Lehraufträge

 

2005 bis heute

Lehraufträge u.a. zu den Themen Soziale Ungleichheit, empirische Bildungsforschung, Arbeitsmarktforschung, Soziologie der Behinderung, Arbeits- und Organisationssoziologie und qualitative Methoden der Sozialforschung (wird in separater Liste ausgewiesen)

 

 

Promotion

 

 

 

Studium

2000-2005

Abschluss des Promotionsverfahrens (magna cum laude) im Februar 2014

 

Dissertationsschrift zum Thema

Betriebsratsarbeit im Spannungsfeld von Liberalisierung und effektiver Interessensvertretung. Aktivierungspotentiale und Grenzen einer Neugestaltung betrieblicher Mitbestimmung in Stadtwerken. Soziologische Fallstudien.“

 

 

Magisterstudium

an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Fächerkombination:

Soziologie, Politische Wissenschaften

 

Magisterarbeit zum Thema

„Betriebliche Mitbestimmung in ehemals kommunalen Energieversorgungsunternehmen“

 

 

 

1990-2000

Maria-Ward-Schule Nürnberg mit Allgemeiner Hochschulreife

Preise und Stipendien

2006

Förderpreis der Freunde und Förderer des Sozialwissenschaftlichen Forschungszentrums (SFZ) für eine herausragende Magisterarbeit

 

2005-2008

Graduiertenförderung der Friedrich-Ebert-Stiftung

 

2002-2004

Grundförderung der Friedrich-Ebert-Stiftung

 
   
   

Weitere Berufserfahrung

2008

Betriebsratscoach und Mediatorin bei der infra fürth gmbh

 

2004

Freiberufliche Mitarbeiterin der Stadt Fürth, Konzeption und Organisation der Ausstellung „1954 – Zwei Fürther in Bern“

2005

Freiberufliche Mitarbeiterin der Stadt Fürth, Konzeption und Organisation der Zeitzeugenveranstaltung „60 Jahre Kriegsende in Fürth“

2002-2005

Studentische Hilfskraft am Institut für Soziologie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

 

 

Arbeitsschwerpunkte

Empirische Sozialforschung, Soziale Ungleichheit, qualitative Methoden der Sozialforschung (besonders Gruppendiskussionsverfahren und Biographieforschung)

Forschungsthemen: Soziale Ungleichheit mit Schwerpunkt Gender, Bildung und Arbeitsmarkt; Professionalisierung sozialer Dienstleistungen; qualitative Sozialforschung

Veröffentlichungen (Auswahl)

 

Publikationsliste Prof. Dr. Nina Weimann-Sandig (Stand Oktober 2019)

Empirische Sozialforschung

 

Weimann-Sandig, Nina (2020): Ansätze einer definitorischen Annäherung an den Begriff des „Fachkräftemangels“ im Feld der Kindertagesbetrueung. Hermeneutische Auswertungen von ExpertInneninterviews mit Einrichtungsleitungen. In: Weimann-Sandig, Nina (Hg.) (2020): Mit und über Kinder(tageseinrichtungen) forschen – Das Forschungsfeld Kita. Carl Link Verlag.

 

Weimann-Sandig, Nina (2020): Das Forschungsfeld Kita – spannend, besonders und herausfordernd. In: Weimann-Sandig, Nina (Hg.) (2020): Mit und über Kinder(tageseinrichtungen) forschen – Das Forschungsfeld Kita. Carl Link Verlag.

 

Weimann-Sandig, Nina (Hg.) (2020): Mit und über Kinder(tageseinrichtungen) forschen – Das Forschungsfeld Kita. Carl Link Verlag.

 

Weimann-Sandig, Nina (2019): Der Einsatz biographischer Interviews zur Analyse von Quereinstiegsmotivationen. In: Schoyerer, Gabriel (Hg.): Auf dem Weg zum Gegenstand im Forschungsfeld der Kinder- und Jugendhilfe: Methodologische Herausforderungen in der qualitativen Forschung. München.

 

Schmillen, Achim/Weimann-Sandig. Nina (2018): Integrating Biographical Research into Focus Group Discussions. Lessons Learned from a Qualitative Study of Constraints Underlying Gender Disparities in Mongolia’s Labor Market. Washington.

 

Weimann-Sandig, Nina (2014): Betriebliche Mitbestimmung im Spannungsfeld von Liberalisierung und effektiver Interessensvertretung. Aktivierungspotentiale und Grenzen einer Neugestaltung betrieblicher Mitbestimmung in Stadtwerken. Soziologische Fallstudien. Hamburg.

 

 

Professionalisierung und Diversität in Sozialen Dienstleistungsberufen/Professionalization and Diversity in the field of Social Services

 

 

Weimann-Sandig, Nina (eingereicht): Entlohnung in Sozialen Dienstleistungsberufen neu denken. Eingereicht bei: Zeitschrift für Personalforschung.

 

Fröhlich-Gildhoff, Klaus/Weimann-Sandig, Nina (eingereicht): Studie zur Fachkräftesituation im Feld der FBBE. Eingereicht bei: Zeitschrift für Bildungsforschung.

 

Weimann-Sandig, Nina (im Erscheinen): Die Berufsfelder Kindertagesbetreuung und Altenpflege – Frauenberufe im Wandel? Zur Notwendigkeit einer gendersensiblen Professionalisierungsdebatte. In: Schlemmer, Elisabeth & Binder, Martin (2019): MINT oder CARE – Eckpunkte einer gendersensiblen Berufsorientierung. Weinheim: Beltz/Juventa. (AT)

 

Weimann-Sandig, Nina (im Erscheinen):  Care Work und Professionalisierung. In: Schnell, Christine/Pfadenhauer, Michaela (Hg.): Handbuch Professionssoziologie. Themen, Theorien und Forschungsfelder.

 

Weimann-Sandig, Nina/Schneiderart, Götz (2019): Expertise zu Fachkräftebedarfen in der Kindertagesbetreuung im Auftrag des Bundesfamilienministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Berlin.

Grgic, Mariana/Riedel, Birgit/Weihmayer, Lena/Weimann-Sandig, Nina/Wirner, Lisa (2018): Quereinsteigende auf dem Weg zur Fachkraft. Ergebnisse einer qualitativen Studie in den Berufsfeldern Kindertagesbetreuung und Altenpflege. Böckler-Study Nr. 392. Düsseldorf. Online unter: https://www.boeckler.de/pdf/p_study_hbs_392.pdf

Weimann- Sandig, Nina (2017): Die Tarifstruktur muss sich ändern. In: didcata Infodienst. Das Bildungsdossier für Politik und Bildungsverwaltung 04/2017.

Weimann-Sandig, Nina (2017): Im Interview – „Es fehlen 100 000 Kita-Kräfte“. Online erschienen in Mein KitaClub unter http://www.meinekitaclub.de/artikel.php?id=701

Weimann-Sandig, Nina (2017): Führungstandems als Gewinn für alle – Kooperative Personalentwicklung in Kitas. In: Kindergarten heute, das Leitungsheft 3/2017 (10.Jg.), S. 26-29.

Weimann-Sandig, Nina (2017): Quereinstieg in den Pflegeberuf. Chancen wahrnehmen, Herausforderungen thematisieren. In: Zeitschrift Pflegen 1+2/2017, S. 12-15.

Weimann-Sandig, Nina (2017): " Es bleibt die Frage offen, wie Quereinstiegsmodelle dem Qualitätsanspruch des Feldes einerseits und den Lebenslagen der Quereinsteiger/innen andererseits gerecht werden können". In: Newsletter der Koordinationsstelle Chance Quereinstieg Mai/2017. http://www.chance-quereinstieg.de/service/aktuelles/detailansicht/article/es-bleibt-die-frage-offen-wie-quereinstiegsmodelle-dem-qualitaetsanspruch-des-feldes-einerseits-und/

Schoyerer, Gabriel/Weimann-Sandig, Nina/Klinkhammer, Nicole (2016): Kindertagespflege international – Ein vergleichender Blick auf die Systeme in Dänemark, England, Frankreich und Deutschland. In: ZeT (Zeitschrift für Kindertagespflege) Themenheft: Kindertagespflege International (im Erscheinen).

 

Weimann-Sandig, Nina/ Weihmayer, Lena Sophie /Wirner, Lisa (2016): Quereinstiege in Kindertagesbetreuung und Altenpflege. Ein Bundesländervergleich. Böckler-Study 335, September 2016. http://www.boeckler.de/pdf/p_study_hbs_335.pdf

 

Weimann-Sandig, Nina/ Weihmayer, Lena Sophie /Wirner, Lisa (2016): Quereinstieg in die Altenpflege. Schmalspurausbildungen oder echte Chance für die Pflege? https://www.dbfk.de/media/docs/download/DBfK-Aktuell/Schmalspurausbildungen-oder-echte-Chance.pdf

 

Riedel, Birgit/Weimann-Sandig, Nina (2016): Fachkräftebedarfe in sozialen Dienstleistungen. Herausforderungen und Perspektiven. Eine Rezension zur gleichnamigen interdisziplinären Konferenz. http://www.soziopolis.de/vernetzen/veranstaltungsberichte/artikel/fachkraeftebedarfe-in-sozialen-dienstleistungsberufen-herausforderungen-und-perspektiven/

 

Schoyerer, Gabriel/Weimann-Sandig, Nina/Klinkhammer, Nicole (Hrsg.) (2016): Ein internationaler Blick auf die Kindertagespflege. Deutschland, Dänemark, England und Frankreich im Vergleich. Reihe: DJI-Fachforum Bildung und Erziehung. Band 12. München: Verlag Deutsches Jugendinstitut.

 

Riedel, Birgit/Schoyerer, Gabriel/Weimann-Sandig, Nina (2016): Lessons to learn - Ländervergleich und Ausblick für Deutschland. In: Schoyerer, Gabriel/Weimann-Sandig, Nina/Klinkhammer, Nicole (Hrsg.): Ein internationaler Blick auf die Kindertagespflege. Deutschland, Dänemark, England und Frankreich im Vergleich. Reihe: DJI-Fachforum Bildung und Erziehung. Band 12. München: Verlag Deutsches Jugendinstitut, S. 167-191.

Weimann-Sandig, Nina/Schoyerer, Gabriel (2015): Family Day Care in Germany – the gap between vision and reality": Journal of Early Childhood Education Research 4(1), 2015.

Schoyerer, Gabriel/Weimann-Sandig, Nina (2015): Untersuchung zur tätigkeitsbegleitenden Ausbildung von Tagespflegepersonen zu ErzieherInnen. Abschlussbericht I zur Stufe 2 des Aktionsprogramms Kindertagespflege. DJI- Graues Material. München.

Schoyerer, Gabriel/Weimann-Sandig, Nina (2014): Auswertung des Expertenworkshops „Offensive Kindertagespflege“. Herausgegeben von der ESF-Regiestelle und dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Schoyerer, Gabriel/Weimann-Sandig, Nina (2014): Wissenswertes zur Kindertagespflege. Online-Handbuch des Staatsinstituts für Kindertagespflege. München. http://www.familienhandbuch.de/kita/tagespflege/WasistKindertagespflege.php

 

Geschlechtskonstruktionen, Arbeitsmarkt und Soziale Ungleichheit/Gender, Labour Market and Social Inequality

Weimann-Sandig, Nina/Schmillen, Achim (im Erscheinen): Society in transition. A qualitative approach towards gender-related labor market access in Malaysia. Washington, DC:

Weimann-Sandig, Nina (im Erscheinen): Gender-related access to Vietnam´s Labor Market? Results from qualitative research. Washington, DC.

Schmillen, Achim/Weimann-Sandig, Nina (2020): Breaking Barriers: Toward Better Economic Opportunities for Women in Malaysia. The World Bank. Washington. Online unter: https://openknowledge.worldbank.org/handle/10986/32476

Schmillen, Achim/Weimann-Sandig, Nina (2018): How to address constraints underlying Gender Disparities in Mongolia’s Labor Market? A Policy Note from the East Asia and Pacific Umbrella Facility for Gender Equality. Washington.

Schmillen, Achim/ Weimann-Sandig, Nina (2017): Perceptions of Precariousness – A Qualitative Study of Constraints Underlying Gender Disparities in Mongolia’s Labor Market. Washington, DC.

Weimann-Sandig, Nina (2013): Altersarmut von Frauen: Warum manche Jahrgänge besonders betroffen sind. In: IAB-Forum 1/2013. Nürnberg, S. 104-109.

Weimann-Sandig, Nina/Osiander, Christopher (2013): Qualifizierung von Arbeitslosen aus dem SGB II. Begrenztes Potenzial für Erziehungsberufe. IAB-Kurzbericht 8/2013.

Pahnke, Andre/Stegmaier, Jens/Weimann-Sandig, Nina (2011): 4. Bilanz zur Chancengleichheit. Im Auftrag des Bundesministeriums für Familien, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ). Berlin.

Pabst Markus, Sandig Christian, Weimann-Sandig, Nina (2009): Ergebnisse der Bürgerbefragung in Fürth. Erlangen.

 

Organisationssoziologie/Organizational Sociology

 

Weimann-Sandig, Nina (2019): Organisationstheorien und ihre Bedeutung für die Kita. In: Christa, Harald (Hg.): Handbuch Organisation und Verwaltung in der Kita. Hürth.

Weimann-Sandig, Nina (2019): Das reflektierende Gespräch als eine Strategie zur Beseitigung kommunikativer Unsicherheitszonen in Kita-Teams. In: Christa, Harald (Hg.): Handbuch Organisation und Verwaltung in der Kita. Hürth.

Weimann-Sandig, Nina (2019): Entwicklung und aktueller Stand der Kindertagesbetreuung in Deutschland. In: Christa, Harald (Hg.): Handbuch Organisation und Verwaltung in der Kita. Hürth.

Weimann-Sandig, Nina (2013) : Zwischen Bauklötzen und Fachkräftemangel. Warum demographieorientierte Personalentwicklung in KiTas notwendig ist. In: Kindergarten heute, Ausgabe 3/2013. Freiburg.

Weimann-Sandig, Nina (2011): Individual Bargaining – eine neue Kultur der Arbeitsbeziehungen? In: Nach dem Strukturbruch. Neue Perspektiven auf die Gewerkschaftsgeschichte. Neuauflage der Bundeszentrale für politische Bildung, Schriftenreihe Band 1197. Berlin 2011.

Weimann-Sandig, Nina (2010): Individual Bargaining – eine neue Kultur der Arbeitsbeziehungen? In: Nach dem Strukturbruch. Neue Perspektiven auf die Gewerkschaftsgeschichte. Bonn.

Sandig, Christian/Weimann-Sandig Nina (2010): Sammelbesprechung Arbeitspolitik. In: Soziologische Revue Jg. 33, H. 2, S. 217-230.

Weimann-Sandig, Nina (2008): How Fordism shaped the Intellectual and Political Dis-cussion on ‘Modernity’ in Germany during the Weimar Republic Period. In: The ModelT reconsidered. Detroit 2008.

Weimann-Sandig, Nina (2008): Warum werden wir das Auto nicht los? Auswertungeiner Expertenbefragung. In: Canzler, Weert/Schmidt, Gert (Hg.): Zukünfte des Automobils. Aussichten und Grenzen der autotechnischen Globalisierung. Berlin. 

Weimann, Nina (2004): Autowerbung von den 1950er Jahren bis heute. In: Lust am Auto. Landesmuseum Mannheim.

 

Teilnahme an Exzellenzprogrammen und Förderinitiativen

Fellowship  Lehre(n) Dachprogramm 2019, gefördert durch das BMBF, Töpfer Stiftung und Volkswagen Stiftung

Herausgeberband "Mit und über Kinder(tageseinrichtungen) forschen - Call for Papers

Mit und über Kinder(tageseinrichtungen) forschen - Das Forschungsfeld Kita

 

Herausgeberband; Herausgeberin: Prof. Dr. Nina Weimann-Sandig, Professur für Empirische Sozialforschung, Forschungsschwerpunkt Soziale Dienstleistungsberufe; Evangelische Hochschule Dresden.

 

Call for Papers - abgeschlossen! Bitte beachten Sie den unten aufgeführten Zeitplan

 

Inhaltliche Beschreibung und Schwerpunktsetzung des Herausgeberbandes

Der Wandel der Familienstrukturen hat, ebenso wie die zunehmende  und früher einsetzende Erwerbstätigkeit von Müttern,  zu einer steigenden Nachfrage nach Kinderbetreuungsplätzen beigetragen. Spätestens seit dem, 2013 in Kraft getretenen, Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz ab dem 1. Lebensjahr, hat sich die Bedeutung der Kindertagesbetreuung in Deutschland erheblich verändert: die steigenden Betreuungszahlen und insbesondere die steigenden Betreuungsumfänge haben die Einrichtungen der Kindertagesbetreuung zu primären Sozialisationsinstanzen werden lassen. Diese haben erheblichen Anteil  an der kindlichen Entwicklung. Neben der Familie bildet die Kita heute den Ort der primären Sozialisation. Sie fördert die Kinder also maßgeblich beim Aufbau von Beziehungs- und Vertrauensstrukturen, unterstützt sie beim Erschließen neuer sozialer Kontexte, ermutigt sie Selbstbewusstsein und Freundschaften zu entwickeln und gibt ihnen den Raum, Interessen zu entfalten und Begabungen zu entwickeln. Darüber hinaus kommt den Kitas heute eine kompensatorische Verantwortung zu: gerade weil der Betreuungsumfang erheblich zugenommen hat, können Kitas wesentliche Schlüsselinstanzen zur Verminderung sozialer Ungleichheit sein. Für Kinder aus soziale benachteiligten Familien bildet die Kita oft den Ort, wo (frühkindliche) Bildung attraktiv gemacht wird, Sport und musische Angebote zugänglich gemacht werden oder Entwicklungsverzögerungen und psychische Belastungen durch gezielte Intervention gemildert werden können. Gerade die Entwicklung zu Familienzentren kann als Beispiel zur Verminderung sozialer Ungleichheitsstrukturen angesehen werden. Das Schlagwort der multi-professionellen Teams ist an dieser Stelle ebenso aufzugreifen.  Insgesamt weisen die zu betreuenden Kinder in den Einrichtungen heute eine größere Heterogenität auf, als jemals zuvor. Neue Familienformen gehen nicht spurlos an den Kindern vorbei, Mobilitätsanforderungen der Eltern bleiben nicht ohne Folgen für die Eltern-Kind-Beziehung. Kinder mit Migrationshintergrund stellen in vielen Einrichtungen heute nicht mehr die Ausnahme, sondern den Regelfall dar. Hinzu kommt eine Diversifikation des pädagogischen Personals durch neue Ausbildungswege und Berufseinstiegsmöglichkeiten. Die Akademisierung der (Früh-)Pädagogik trägt ebenso wie die zahlreichen, neu geschaffenen Quereinstiegsmöglichkeiten zu einer Heterogentität der Arbeitsteams in der Kindertagesbetreuung bei.

Die Kita stellt damit ein ebenso spannendes wie voraussetzungsvolles Forschungsfeld dar. In den letzten Jahren gab es verstärkt Bemühungen im sozialwissenschaftlichen, psychologischen und pädagogischen Wissenschaftskontext, sich dem Berufsfeld Kita durch den Einsatz adäquater Forschungskonzepte und –methoden zu nähern. Diese Bemühungen sollen im Herausgeberband abgebildet werden. Es geht darum zu hinterfragen, welche Forschungsmethoden sich zur Erforschung des Kita-Kontextes besonders gut eigenen. Ein Hauptaugenmerk soll dabei einerseits auf der Erforschung kindlichen Verhaltens und Betreuungssettings liegen. Andererseits aber auch auf der Zusammenarbeit im Kita-Team. Da Kindertagesbetreuung heute nicht nur in institutionalisierter Form stattfindet, soll auch die Betreuung in der Kindertagespflege und entsprechende Forschungszugänge einbezogen werden.

Zielgruppe

Das Handbuch richtet sich dabei nicht nur an WissenschaftlerInnen, sondern auch an Studierende der (Früh-) Pädagogik, die eigene Forschungsarbeiten erstellen wollen sowie Kita-Leitungen, die auf der Suche nach aktuellen Forschungsideen  und –methodischen Umsetzungsmöglichkeiten sind oder aber angesprochen werden, ob sie als Kooperationseinrichtungen für Forschungsvorhaben zur Verfügung stehen. Hier soll das Handbuch wichtige Forschungsstandards und Implikationen geben. Beiträge sollen dementsprechend praxisnah formuliert werden.

Zeitplan:

Deadline Call for Papers: 15.12.2018

Zusage zur Aufnahme ins Handbuch und Aufforderung zum Vollbeitrag bis 15.1.2019

Deadline für Einsendung der Vollbeiträge: Ende Juni 2019

Peer-Review und Überarbeitungszeitraum: Juli bis August 2019

 

 

Die Abstracts senden Sie bitte per mail an Prof. Dr. Nina Weimann-Sandig, ehs Dresden: nina.weimann-sandig@ehs-dresden.de

 

Ausgewählte Vorträge

Fachvorträge

Weimann-Sandig, Nina. Evangelische Akademie Meißen, Veranstaltungsort Kirchberg; Juni 2019: Kinder-undJugendpolitik in einer familiengerechten Kommune. Podiumsdiskussion.

Weimann-Sandig, Nina. Hochschule Darmstadt; Mai 2019: Über die Notwendigkeit einer eigenen organisationstheoretischen Reflektion für soziale Organisationen. Das Beispiel Kindertageseinrichtungen.

Weimann-Sandig, Nina: Betreuungsnotstand in sächsischen Kindertagesenrichtungen? Interview des mdr-Kulturprogramms. Ausstrahlung am 26.4. 2019

Weimann-Sandig, Nina:  22. Europatagung. Internationales Alumnitreffen der Evangelischen Hochschule Dresden und der Hochschule Mittweida; November 2018: Multi-Professionelle Teams in den sozialen Dienstleistungsberufen. Einführende Gedanken aus Sicht der Personal- und Organisationsentwicklung.

Weimann-Sandig, Nina: Hochschule Fulda; November 2018: Methodologie und Datenanalyse in der qualitativen Sozialforschung. 3 Fallbeispiele.

Weimann-Sandig, Nina: Hochschule München; November 2018: Migrationssoziologie und Anknüpfungspunkte für die Soziale Arbeit.

Weimann-Sandig, Nina: FrauenZukunftsKonferenz der GEW; September 2018:  "Die neue Care-Debatte und die pädagogischen Berufe".

Weimann-Sandig, Nina: Fachtag Diakonisches Werk Sachsen; September 2018: "Spieglein, Spieglein an der Wand - wie steht es um die Kindertagesbetreuung in unserem Land?"

Weimann-Sandig, Nina:„Goldstaub - Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe“ - Fachtag der Diakonie; Februar 2018: "Die Kita der Zukunft? Quereinstiege und multi-professionelle Teams".

Weimann-Sandig, Nina: Expertenanhörung im Department for Family Issues der Republik Vietnam. Hanoi; Dezember 2017; “Reconciliation of family and work life – the German example”.


Weimann-Sandig, Nina: ver.di Fachgruppe Erziehungsberufe; Nürnberg, Juli 2017: „Wie muss die Kita der Zukunft aussehen? Multi-Professionelle Teams und Fachkarrieren“.

Weimann-Sandig, Nina: Sächsischer Hochschultag; Dresden; Februar 2017: Kinder, Karriere, Krisenmanagement. „Wie wirken sich neue gesellschaftliche Anforderungen auf unser Familienleben aus?“

Weimann-Sandig, Nina: Bildungsgespräche der CDU Dresden; Dresden; Februar 2017: „Populismus und soziale Ungleichheit.“

Weimann-Sandig, Nina: Antrittsvorlesung an der Evangelischen Hochschule; Dresden: Januar 2017: „Eine Fahrt mit der Transmongolischen Eisenbahn. „Empirische Einblicke in den Zusammenhang zwischen geschlechtsspezifischer Erwerbsbeteiligung und familienpolitischen Leistungen am Beispiel der Mongolei“

Weimann-Sandig, Nina: Empfang der Landtags-SPD; München; Dezember 2015: „Gute Arbeit in der Kita. Was pädagogische Fachkräfte brauchen“.

Weimann-Sandig, Nina: Expertenworkshop zum Qualifizierungshandbuch Kindertagespflege; München; Juni 2015: „Zur Notwendigkeit einer Neuverortung des Berufs- und- Kompetenzbegriffs“.

Weimann-Sandig, Nina/Schoyerer, Gabriel: BMFSFJ-Expertenworkshop: Offensive Kindertagespflege; Berlin; Dezember 2014: „Ausbau der Festanstellungsmöglichkeiten für Tagespflegepersonen“.

Weimann-Sandig, Nina: Deutsche Kinder- und Jugendstiftung; Bad Honnef; Dezember 2014: „Kooperationsmöglichkeiten zwischen Kita und Kindertagespflege“.

Weimann-Sandig, Nina/Schoyerer, Gabriel: Bund-Länder-AG Kindertagespflege; Berlin; Dezember 2013: „Festanstellungsmöglichkeiten in der Kindertagespflege – welche rechtlichen Grauzonen gibt es?“.

Weimann-Sandig, Nina: Bundesagentur für Arbeit, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt; Nürnberg; Oktober 2013: „Fachberatung zum Festanstellungsprogramm in der Kindertagespflege – wo müssen die Jobcenter nachbessern?“.

Weimann-Sandig, Nina: Bundesagentur für Arbeit; Beauftragte für Chancengleichheit  am Arbeitsmarkt; Nürnberg; Juli 2013: „Fachberatung zur Vermeidung von Altersarmut von Frauen. Erwerbsintegration und Kindertagesbetreuung müssen zusammen gedacht werden“.

Referierte Konferenzen/ Scientific Community

Weimann-Sandig, Nina: Berufswahl von Frauen in MINT- und CARE-Berufen; Ravensburg; November 2017: Die Berufsfelder Kindertagesbetreuung und Altenpflege – Frauenberufe im Wandel?

Weimann-Sandig, Nina: Brown Bag Lectures; Dresden; Oktober 2017: “Perceptions of Precariousness – A Qualitative Study of Constraints Underlying Gender Disparities in Mongolia’s Labor Market”.

Weimann-Sandig, Nina: Expertenworkshop am IWAK, Frankfurt am Main; Juni 2016: „Kompetenzentwicklung als Bestandteil der Professionalisierung in sozialen Dienstleistungsberufen?!“

Kalicki, Bernhard/Weimann-Sandig, Nina: Tagung „Fachkräftebedarfe in sozialen Dienstleistungsberufen“ des DJI in Kooperation mit der Alice-Salomon-Hochschule und dem IAB Berlin-Brandenburg, Juni 2016, Berlin: „Reflektion der Professionalisierungsdebatten in Erziehung und Pflege: Gemeinsamkeiten und Unterschiede“.

Weimann-Sandig, Nina/Becker, Lena: Tagung „Soziale und gesundheitliche Dienstleistungsarbeit im Wandel“ der Hans-Böckler-Stiftung, Juni 2015, Hattingen: „Gute Arbeit in der Altenpflege?! Ein Berufsfeld zwischen ethisch-moralischen Ansprüchen und der Realität des Fachkräftemangels“.

Weimann-Sandig, Nina/Jurczyk, Karin: Workshop Beschäftigungsqualität im beruflichen, familiären und betrieblichen Kontext; Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für Soziologie; Nürnberg; November 2014 : „Zwischen Betreuungs- und Entgrenzungsgesellschaft. Neue Perspektiven auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf“.

Schoyerer, Gabriel/Weimann-Sandig, Nina: DeGEval Jahrestagung; September 2013; München; Arbeitskreis berufliche Bildung: „Rekonstruktive Methoden in der multiperspektivischen Programmevaluation“.

Weimann-Sandig, Nina/ Schoyerer, Gabriel: EECERA 2013; August 2013; Talinn: „Child Day Care in Germany – essential but still on the move“.

Weimann-Sandig, Nina: IJAS Conference 2013; Mai 2013; Harvard University; USA: „Life Biographies of long-term unemployed women in Germany – a qualitative approach“.

Weimann-Sandig, Nina: ICSS International Conference on Social Studies; May 2012; Izmir;“Life Biograpies of elder long-term unemployed women in Germany”.

WALQing Work Life Quality in New and Growing Jobs; October 2012; Sofia: “1-Euro-Jobs in Germany – Chance or Challenge for women?”

Gutachtertätigkeiten

DAAD-Gutachterin
Gutachterin dghd  Kongress 2020
Gutachterin für das Institut für Angewandte Forschung e.V. (IFAF) des Landes Berlin
Externe Gutachterin zur Reakkreditierung von Studiengängen (Soziale Arbeit)

Aktuelle Forschungsprojekte

  •   Leading Researcher for the  World Bank, Washinghton D.C.: Qualitative Research on Gender Inequality in Mongolia, Vietnam, Malaysia and Combodia. 
 
  • Projektleitung "Fachkräftebedarfe in der Kindertagesbetreuung" des BMFSFJ (Kooperationsprojekt mit Prof.Dr. Klaus Fröhlich-Gildhoff, Evangelische Hochschule Freiburg)
Kürzlich abgeschlossene Forschungsprojekte:
  • Gender Inequality at the Vietnamese Labor Market
  • Gender and Labor Market in Mongolia
  •  Quereinstiege in die Berufsfelder Kindertagesbetreuung und Altenpflege (zusammen mit Lena Becker und Lisa Wirner am Deutschen Jugendinstitut München)

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