Kenia 2011

Jambo!!

 

Zu Beginn stand nur der Wunsch endlich mal den Kontinent kennen zu lernen, von dem alles spricht, den aber die wenigsten wirklich schon gesehen haben. Die Länderwahl war dabei blos von wenigen Punkten abhängig: Meer, Berge, Wüste, englische Sprache und ein geeignetes Projekt.

 

                                                                              Kenia!!!!

 

Von der Hochschule sind Auslandspraktika erwünscht, doch leider gab es bis dato kaum Verbindungen zu geeigneten Projekten. Also suchten wir in endlosen Stunden vorm Rechner nach Projekten, oder Vermittlern, die kein Geld verlangen. Diese Hürde überwanden wir leider nicht und so willigten wir ein, und liesen uns gegen Bares von einer dubiosen Privatperson an ein Projekt veritteln, dass diese selber acu noch nicht kannte. Wer auf der Suche nach  geeigneten Einsatzstellen ist, der sollte entweder auf englisch bzw. französischsprachigen Seiten suchen und/ oder sich direkt an größere Hilfsorganisationen wenden, die vor Ort oft mit den Kleineren, von Einheimischen geleiteten zusammenarbeiten.

 

Finanzieren konnten wir uns nur durch einen Spendenaufruf, den wir an alle möglichen Leute weiterleiteten. Es gib aber auch die Möglichkeit beim Studentenwerk Frankfurt Oder Auslandsbafög zu beantragen – eine ziemlich lukrative Sache, wenn man BaföG – berechtigt ist.

 

Vor Ort mussten wir uns erst mal daran gewöhnen, dass Soziale Arbeit völlig anders definiert wird und dadurch einen ganz anderen Stellenwert hat. Auch deswegen hat uns diese Zeit aus professioneller Sicht maximal in Sachen Selbstorganisation und Eigeninitiative was gebracht. Wer hofft sich fachlich weiter zu enwickeln sollte sich viel Literatur mitnehmen oder in Orrganisationen arbeiten, die groß sind und eventuell auch westliche Initiatoren haben oder hatten.

 

Wir hatteb zum Beispiel einen einheimischen Supervisor, zu dem auch jeder Zeit Kontakt hergestellt werden kann, welcher Soziale Arbeit studiert hat und bei einer großen europäischen NGO arbeitet.

 

Ich kann jedem dazu raten, der schon Auslandserfahrung (3. Welt) hat und ein dickes Fell hat. Jedem der Lust hat sich in völlig unvorbereitetn Strukturen selbst zu definieren und zu verwirklichen. Es gibt nirgends was geschenk – schon garnicht in Ländern, in denen jeder für sich selbst und täglich ums überleben kämpft. Der Kulturschock ist auf jenen Fall garantiert ;0) !!! Wer mit Kindern arbeitet wird wahrscheinlich niemals eine dankbarere Arbeit finden, denn deren Alltag zwingt gerade die Kinder aus den Waisenhäusern schnell erwachsen zu werden.

 

Achtet vorher auf die Hinweise des Auswärtigen Amtes. Überlegt euch genau ob und wenn ja für welche Malariaprophylaxe ihr euer Geld ausgebt. Versucht euch alle Impfungen von der Krankenkasse bezahlen zu lassen.

Überlegt euch, ob ihr euch ein Freiwilligenvisum holt. Das ist zwar teurer, ermöglicht euch aber oft zu viel geringeren Preisen in Safariparks usw. reinzukommen. Und das kostet echt ein Vermögen. Achtet auf die einheimischen Sitten und Bräuche wie zum Beispiel knielange Hosen in muslimischen Ländern.

Nehmt euch eine Reiseapotheke mit. Es solltten vor allem ausreichend Pflaster, da die einheimischen oft von schlechter Qualität sind und Kohletabletten gegen Durchfall mitgenommen werden. Auch genügend Desinfektionsmittel und Verbandszeug ist zu empfehlen, da sich Wunde bei tropischem Klima schnell entzünden. Legt euch eine Auslandskrankenversicherung zu. Ihr müsst jeden Krankenhaus besuch bezahlen und bekmmt alles zurüch, wenn ihr euch zum Beispile beim DAAD versichern lasst. Auch eine Diebstahlversicherung ist ratsam und erspart Sorgen.

Lasst euch von jemandem am Flughafen abholen. Das erspart euch die Abzocke mit den Taxifahrern und sichert eine entspannte Ankunft. Ihr werdet noch genügend Kontakt mit Einheimischen haben. Klärt bereits aus Deutschland wo ihr wohnen werdet. Es ist zu empfehlen nicht in der Einrichtung zu wohnen in der ihr arbeitet. Wir dachten unser Geld wäre dort am Besten angelegt. Doch leider hatten wir nie eine ruhige Minute.

Es macht immer ienen guten Eindruck ein Kleines Gastgeschenk mitzuhaben. Wir hatten zum Beispiel Kalender mit Bildern aus Deurschland mit. Da haben sich alle gefreut.

 

UND DAS WICHTIGSTE: Es ist absolut übeflüssig Kleidung oder Spielzeug aus Deutschland mitzubringen. Es gibt auch alles vor Ort. Was ihr aus Deutschland mitbringt verkaufen die Hndler vor Ort weniger!!!

 

Denkt daran euren Abschied lange vorher vorzubereiten und versprecht nichts was ihr nicht halten könnt. Viele der Freiwilligen vor Ort geben den Menschen gern das Gefühl sie blieben für immer.. Gerade bei Waisen bricht oft eine Welt zusammen, wenn man dann ganz plötzlich wieder geht.

 

Übergebt eure Arbeit an die nöchsten Freiwilligen und erkundigt euch nach eurer Ankunft ob ihr irgendwas fortführen könnt, was andere vielleicht schon angefangen haben.

 

Alles in Allem war es eine kostbare Erfahrung. Es viel uns im Vergleich zu anderen Ländern zwar recht schwer uns zu integrieren, doch wir konnten gerade als Sozialarbeiter viel über das Wesen der Menschen lernen. Wir haben Landschaften gesehen und Menschen kennen gelernt, die man sonst nur aus dem Ferseher kennt. Alles was man sich so wünscht und vorstellt von so einem Trip...

 

… und ein Stück Lebensphilosophie dazugewonnen: Pole, Pole (Eile mit Weile)!!

 

Wenn ihr Fagen habt, dann sind wir gern bereit euch weiter zu helfen.

 

Liebe Grüße

 

Vivi und Felix