Internationale Studienreise im Rahmen des Programms

„PORT – Patientenorientierte Zentren zur Primär- und Langzeitversorgung“ der Robert Bosch Stiftung vom 27. bis 29. Juni 2018 in Barcelona

Im Rahmen der Studienreise wurden verschiedene Einrichtungen der gesundheitlichen Primärversorgung in Spanien besucht. Der Fokus dabei war, Möglichkeiten der Umsetzung in Deutschland zu prüfen. Die Pflegefachkräfte (Nurses) sind in Spanien alle akademisch qualifiziert. In den Gesundheitszentren in Spanien verantworten sie ein erweitertes Tätigkeitsspektrum, in dem sie autonom agieren. Die bedarfsgerechte Versorgung der Patienten steht dabei im Mittelpunkt.

 

Unter Leitung von Dr. B. Klapper (Robert Bosch Stiftung) und Prof. Dr. K. Hämel (Universität Bielefeld, wissenschaftliche Begleitung der Reise) fand ein sehr guter Austausch der Teilnehmenden statt. Die Gruppe war sehr unterschiedlich besetzt, mit Vertretenden unter Anderem aus folgenden Bereichen: Kommune, Hochschule, medizinischen Versorgungszentren, Krankenkassen. Sie alle nutzten die Gelegenheit der Reise auch zur gegenseitigen Information, was derzeit im Bereich der Primärversorgung und der sektorenübergreifenden Zusammenarbeit möglich ist. Welche guten Projekte in Deutschland schon angelaufen sind. Aber auch, welche Hürden noch überwunden werden müssen.

Abschließend wurden weitere Ideen und mögliche Ansätze für den Bereich der Primärversorgung diskutiert, und welche Rahmenbedingungen dafür notwendig sind. Für die Masterstudiengangentwicklung im Bereich Pflege im Projekt PRAWIMA (PraxisWissenschaftsMaster) nahm Jana Kaden teil.

 

In weitere Errungenschaften des staatlich finanzierten spanischen Gesundheitssystems, wie beispielsweise die elektronische Patientenakte und deren Vorteile konnten die Teilnehmenden zudem einen Einblick erhalten.

 

Autorin: Jana Kaden

Veröffentlichung aus dem Bereich Kindheitspädagogik

In der Juli-Ausgabe der Fachzeitschrift „TPS - Theorie und Praxis der Sozialpädagogik“ ist ein wissenschaftlicher Beitrag von Prof. Dr. Tim Rohrmann, beratendem Professor im Projekt, und Sandra Patting, wissenschaftlicher Mitarbeiterin für den Bereich Kindheitspädagogik, erschienen. In dem Artikel werden das quantitative Forschungsdesign und zentrale Ergebnisse der umfassenden Bedarfserhebung zur Akademisierung in der Kindheitspädagogik vorgestellt. Insbesondere werden darin die Befunde zu Studieninteressen und Stellenperspektiven aus Sich von Fachkräften, Leitungspersonen und weiteren Expert_innen im Feld der Arbeit mit Kindern und Familien erörtert und diskutiert. Aus den Daten kann der Bedarf von berufsintegrierenden Masterstudiengängen abgeleitet werden, die ein explizit kindheitspädagogisches Profil aufweisen.

 

Rohrmann, Tim; Patting, Sandra (2018). Wozu einen Master Kindheitspädagogik? Ergebnisse einer bundesweiten Bedarfserhebung. TPS - Theorie und Praxis der Sozialpädagogik, 2018 (7), Seite 47 bis 49.

Autorin: Sandra Patting

Arbeitstagung der wissenschaftlichen Begleitung

„Nachhaltige Implementierung von Angeboten lebenslangen Lernens“,
am 20./21. Juni 2018 in Berlin

Nachdem die erste Wettbewerbsrunde des Bund-Länder-Wettbewerbs „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“ im September 2017 endete, wurden die Anwesenden über die Erfahrungen dieser informiert. Vertreter_innen der ersten Wettbewerbsrunde gewährten Einblicke in die weitere Entwicklung und Etablierung von Projekten nach deren Abschluss. So wurden sowohl positive Verläufe dargestellt, als auch suboptimale Entwicklungen kritisch reflektiert.
Von all diesen Erfahrungen können die Teilnehmenden der zweiten Wettbewerbsrunde profitieren. Dieses Wissen weiterzugeben, stellte einen wichtigen Aspekt dieser Tagung dar, dem entsprechender Raum geboten wurde. Ebenso der strukturierte Austausch der noch laufenden Projekte, beispielsweise im Rahmen von Workshops oder kollegialen Fallberatungen.
Einen Einblick in die aktuelle Forschung der Wissenschaftlichen Begleitung zum Thema „Theorie-Praxis-Verzahnung“ erhielten die Teilnehmenden im Rahmen einer (Poster-)Präsentation durch Vertreter_innen. Ein Thema zu dem auch PRAWIMA im Dezember 2017 eine Tagung an der ehs Dresden durchgeführt hat.
Eine Auswertung der Veröffentlichungen nach Projektende der
1. Wettbewerbsrunde wurde präsentiert und ist für Interessierte unter folgender Adresse abrufbar:
https://de.offene-hochschulen.de/themen/veroeffentlichungen-nach-projektende-erste-wettbewerbsrunde

Einen besonderen Platz nahm die wissenschaftliche Weiterbildung an Universitäten und Hochschulen bei dieser Tagung ein. In einem Vortrag von Frau Dr. Cuonz (Leiterin des Zentrums für universitäre Weiterbildung der Universität Bern, Schweiz) wurde aufgezeigt, welchen Weg die Verantwortlichen in der Schweiz gegangen sind. Es wurden die Systematik der Weiterbildungsabschlüsse CAS (Certificate of Advanced Studies), DAS (Diploma of Advanced Studies) und MAS (Master of Advanced Studies), erläutert, ebenso Finanzierungsstrukturen aufgezeigt.

Als Vertreterinnen für das Projekt PRAWIMA (PraxisWissenschaftsMaster) nahmen Johanna Schneider und Jana Kaden teil.

Autorin: Jana Kaden

Frühjahrstagung der Bundesarbeitsgemeinschaft Bildung und Erziehung in der Kindheit in Koblenz am 5./6. März 2018

In diesem Jahre wurde die Frühjahrstagung der Bundesarbeitsgemeinschaft Bildung und Erziehung in der Kindheit (kurz: BAG BEK) von der Hochschule Koblenz und dem hier ansässigen Institut für Bildung, Erziehung und Betreuung in der Kindheit Rheinland-Pfalz (IBEB) ausgerichtet. Zweimal jährlich treffen sich die Mitglieder und Interessierte, um sich über aktuelle fachpolitische Themen auszutauschen, ihre Expertisen zusammenzubringen und gemeinsame Positionen zu entwickeln. Für das Projekt PRAWIMA nahm Sandra Patting an der Tagung teil.

Der Fokus der Tagung lag auf der „Qualität und Qualifizierung in der frühen Bildung“. Hierzu berichteten zunächst Matthias Engel-Ritter vom AWO Landesverband und Marion Binder vom BMFSFJ über den aktuellen Stand zum Bundesqualitätsentwicklungsgesetz und die Entwicklungen, die sich aus dem neuen Koalitionsvertrag ergeben.

Am zweiten Tag der Tagung widmeten sich die Teilnehmer_innen den aktuellen Entwicklungen in der Ausbildung pädagogischer Fachkräfte. Die in diesem Bereich zu beobachtende Tendenz zur Deprofessionalisierung bedingt durch den hohen Fachkräftebedarf wurde dabei thematisiert. Die BAG BEK setzt sich für den Erhalt der Fachschulausbildung auf DQR Level 6 sowie die Durchlässigkeit des Ausbildungssystems über Bachelor, Master bis hin zur Promotion ein. Qualität im Bereich der Erziehung, Bildung und Betreuung in der Kindheit ist nur mit einer Qualifizierung des Personals zu erreichen, so fordert es die BAG BEK in ihrem im Rahmen der Tagung entstandenen Positionspapier „Fachkräftegewinnung und Qualitätsentwicklung in Kitas“.

Autorin: Sandra Patting