Masterstudium Beratung (Master of Counseling)

Profil des Studiengangs 

Beratungsqualifikationen und parallele Leitungskompetenzen gewinnen im Sozial-, Erziehungs-, Bildungs- und Gesundheitswesen zunehmend an Bedeutung. Die Absolventinnen und Absolventen des Masterstudiums Beratung erhalten eine Qualifizierung als Beraterin bzw. Berater nach den Standards der Deutschen Gesellschaft für Beratung (DGfB). Diese Qualifizierung ist in vielen institutionellen Handlungsfeldern psychosozialer Beratung und Seelsorge Voraussetzung für eine Tätigkeit als Psychologische Beraterin bzw. Psychologischer Berater, z.B. in der Ehe- und Lebensberatung, der Erziehungsberatung nach § 28 SGB VIII und der Schwangerenkonfliktberatung.

Der Abschluss ist gleichzeitig Basis für weitergehende und von den Fachgesellschaften (EKFuL, SG) zertifizierte Qualifizierungen im Bereich der Psychotherapie, Systemischen Therapie, Seelsorge und Supervision. Der Studiengang schließt mit dem Master Beratung (Master of Counseling) ab und ermöglicht den Zugang zum höheren Dienst und zur Promotion.

Überblick über die Anerkennung des Studienabschlusses Master of Counseling in verschiedenen professionellen Kontexten (Stand: Dezember 2017)


Der Studiengang:

  • vermittelt auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basierende beraterische Kompetenzen in verschiedenen Arbeitsfeldern der psychologischen und sozialen Beratung,
  • befähigt zum Führen und Leiten von Institutionen und Einrichtungen der psychosozialen Versorgung,
  • qualifiziert zum selbständigen wissenschaftlichen Arbeiten und Forschen und fördert die Entwicklung der Persönlichkeit und der professionellen Identität.

 

Wahl eines Studienschwerpunktes: Psychodynamische oder Systemische Beratung

Die Studierenden entscheiden sich vor der Aufnahme des Studiums für einen der beiden Studienschwerpunkte. Nähere Informationen zu den Schwerpunkten erhalten Sie bei den kooperierenden Instituten:


-> Schwerpunkt: Psychodynamische Beratung

Verantwortliches Institut:
Evangelisches Zentralinstitut für Familienberatung Berlin gGmbH (EZI)
Ansprechpartnerin: Michaela Bärthel
Telefon: 030/28 395 270
baerthel@ezi-berlin.de
www.ezi-berlin.de

   

-> Schwerpunkt: Systemische Beratung

Verantwortliches Institut:
sofí - Sozialwissenschaftliches Fortbildungsinstitut
Zentrum für Forschung, Weiterbildung und Beratung an der ehs Dresden gGmbH

Ansprechpartnerinnen: Katharina Tietze
Telefon: 0351/46 902 40
sofi@ehs-dresden.de
www.ehs-sofi.de

Prof. Dr. Ruthard Stachowske (ImFT)
Telefon: 04131/21 97 270 (Di, Mi, Do: 10-12 Uhr)
stachowske@imft.info
www.imft.info

Die Studieninhalte


Je nach Wahl des Studienschwerpunktes: Psychodynamische oder Systemische Beratung setzt sich das Studium aus folgenden Modulen zusammen. Die Zentralmodule werden von allen Studierenden absolviert.

Zentralmodule

  • Geschichte und Theorien der Beratung und Seelsorge
  • Beratungsforschung
  • Beratungsmanagement
  • Psychische Störungen und Fallverstehen
  • Supervision   

Module im Schwerpunkt: Psychodynamische Beratung

  • Theoretische und methodische Grundlagen Psychodynamischer Beratung
  • Beratung von Einzelnen, Paaren, Familien oder Kindern und Jugendlichen (Lebens-, Paar-, Erziehungs- und Familienberatung)
  • Intra- und interpersonelle Konflikte und Krisen
  • Intervention und Prozesssteuerung bei komplexen Persönlichkeitsstörungen und Traumatisierung
  • Schwangeren- und Schwangerenkonfliktberatung
  • Supervision   

Module im Schwerpunkt: Systemische Beratung

  • Theoretische und methodische Grundlagen Systemischer Beratung
  • Erziehungs- und Familienberatung in der Kinder- und Jugendhilfe
  • Beratung und Steuerung komplexer Problemlagen und Hilfesysteme
  • Beratung im Kontext von Traumata und Krisenbewältigung
  • Suchtberatung im Kontext von Familie und Lebensphasen


Praktika während des Studiums 

Während des Studiums ist im Schwerpunkt Psychodynamische Beratung ein Praktikum in einer anerkannten Beratungsstelle erforderlich. Entsprechende Praxisstellen werden vermittelt. Im Schwerpunkt Systemische Beratung muss eine das Studium begleitende Berufspraxis gewährleistet sein.

Reflexion der Berufspraxis 

Die eigene Berufspraxis sowie Praktika sind in das Studium integriert und werden durch Supervision und Selbsterfahrungseinheiten begleitet.

Die Modulbeschreibung zum Studiengang enthält eine komplette Übersicht der Studieninhalte.

Anrechnung einer vorhandenen Weiterbildung 

Studieninteressierte, die bereits eine Weiterbildung in Integrierter Familienorientierter Beratung (IFB) oder in Systemischer Beratung bzw. Systemischer Therapie (SG, DGSF) abgeschlossen haben, können sich bereits erworbene Kompetenzen als Äquivalenzleistung mit bis zu 60 CP (entspricht 50% der zu erbringenden Studienleistungen) anrechnen lassen.