Paar-weise. Zur Bedeutung von Paaren in der Sozialen Arbeit und Beratung, 12. Juli 2013

Fachtag zur Verabschiedung von Dr. Peter Jensen und zur Einführung des Masterstudiengangs Beratung/Counseling

Unterschiedlichste Paarkonstellationen spielen in vielen Handlungskontexten der Sozialen Arbeit und der Beratung eine oftmals unterschätzte Rolle.

Wir begreifen die Paarbeziehung als potentielle Ressource, die aber nur mit Hindernissen für den Hilfeprozess aufgeschlossen werden kann. Hindernisse könnten sein, dass die Einheit Paar in ihrem Unterstützungspotential für Lösungen von den Fachkräften noch nicht ausreichend entdeckt wurde, dass die Fachkraft sich nicht ausreichend vorbereitet fühlt, ein Fachgespräch mit einem Paar zu führen oder dass die zeitlichen und damit finanziellen Rahmenbedingungen fehlen.

Paare müssen sich kommunikativ immer wieder neu erfinden und klären, wie ihre Beziehung wirkungsvoll genutzt werden kann. Wir glauben, dass viele Paare mit Klugheit, Kraft, Konfliktfähigkeit und Ambiguitätsakzeptanz ihren Alltag bewältigen. Es kann hilfreich sein, ein fachliches Ohr an den Resonanzraum dieser Alltagskommunikation von Paaren zu legen.

Wir möchten Sie einladen, Ihre Erfahrungen mit und Ihre Fragen zu Paaren einzubringen und zu reflektieren. In den Arbeitsgruppen möchten wir aus verschiedenen Perspektiven diskutieren, in welcher Weise Potentiale der Stärke und Weisheit von Paaren - auch „Fachpaaren“ - noch wirksamer in Hilfe- und Beratungsprozessen genutzt werden können. Bei dieser Suche nach Ressourcen ist auch kritisch zu fragen, welche „Nebenwirkungen“ entstehen, wenn sich Experten in den privaten Alltag von Menschen einmischen?

Dr. phil. Peter Jensen

studierte Sozialarbeit und Sozialpädagogik an der Ev. Fachhochschule und an der Technischen Universität in Berlin. Seit 1995 ist er Lehrbeauftragter und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Evangelischen Hochschule Dresden. Seine Schwerpunkte in der Lehre sind Methoden der Sozialen Arbeit, Gesprächsführung, Beratung und Arbeit mit Familien. Von 2004 bis 2005 arbeitete er im Forschungsprojekt Pro Alphabetisierung. Neben-beruflich ist er als Supervisor (DGSv), Familientherapeut (SG, DGSF) und Paartherapeut sowie als Ausbilder von Familien-therapeuten tätig.

Das komplette Tagungsprogramm und weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Info-Flyer zum Fachtag