In acht europäischen Ländern werden Bedingungen untersucht, welche die Teilhabe von Kindern mit Migrationshintergrund am gesellschaftlichen und kulturellen Leben fördern.

Konsortialprojekt mit 10 Projektpartnern in 8 EU-Staaten, Lead: Università di Modena e Reggio Emilia, Italien

www.child-up.eu

Laufzeit: 01.01.2019 - 31.12.2021


Aktuelles

04.12.2019 - Stellenausschreibung

Das Zentrum für Forschung, Weiterbildung und Beratung an der Evangelischen Hochschule Dresden gGmbH (ehs Zentrum) besetzt zum 01.03.2020 befristet bis 31.12.2021 in der Arbeitsstelle für Praxisberatung, Forschung und Entwicklung (apfe) eine Stelle als wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in im internationalen Forschungprojekt "CHILD UP - Children Hybrid Integration: Learning Dialogue as a way of Upgrading Policies of Participation".

Bewerbungsfrist: 06.01.2020

Stellenausschreibung

 

17.10.2019 - Elternbefragung

Im Rahmen des Projektes CHILD UP suchen wir Eltern, die bereit sind, an einer Befragung teilzunehmen.

Der Fragebogen richtet sich v.a. an Eltern von Vorschüler*innen und Schüler*innen. Die Online-Beantwortung ist bis Anfang November 2019 für alle Interessierten geöffnet und dauert ca. 35 Minuten. Die Teilnahme ist natürlich
freiwillig und anonym.

Mehr Informationen und den Link zum Fragebogen (Deutsch oder Englisch) finden Sie hier.

 

Ausgangssituation 

Migration ist eines der drängendsten Themen der heutigen Zeit. Dabei sind immer häufiger Kinder betroffen, allein in Deutschland lebten 2016 ca. 4 Millionen Kinder mit Migrationshintergrund, wobei der Begriff recht breit ist und sowohl deutsche Staatsbürger, Neuzugezogene aus anderen europäischen Staaten oder Flüchtlinge zählt. Trotz europaweit steigender Zahlen sind die Bedingungen in den einzelnen Ländern und Regionen sehr verschieden, unterscheiden sich nicht nur darin, wie viele Menschen sie aufnehmen, sondern auch darin, wie sie die Teilhabe am gesellschaftlichen und sozialen Leben unterstützen, welche Bildungschancen sie Kindern mit Migrationshintergrund bieten oder welche strukturellen Rahmenbedingungen gegeben sind. Laut dem Verständnis von CHILD-UP sind Kinder diesen Bedingungen aber nicht passiv ausgesetzt, sondern gestalten aktiv ihre (kulturellen) Identität mit - ein Prozess, der entsprechend gefördert werden kann und sollte.

 

Frage-/Zielstellung

Ziel ist ein umfassendes Verständnis von und die entsprechende Veränderung sozialer Bedingungen, um die Teilhabe von Kindern mit Migrationshintergrund zu fördern.

CHILD-UP möchte (1) einen vergleichenden Überblick über die Lebens-, Bildungs- und strukturellen Rahmenbedingungen in den acht ausgewählten europäischen Ländern geben, und (2) Wege entwickeln, um Kinder dabei zu unterstützen, selbst aktiv zu werden und die Bedingungen ihrer Integration und Partizipation mitzugestalten. Als wesentlicher Bestandteil wird dabei die Verbesserung des Austausches zwischen Familien, Schulen und Institutionen gesehen.

Schließlich sollen Lehrern, Fachkräften und Praxispartnern Werkzeuge an die Hand gegeben werden, um den Austausch zwischen ihnen zu unterstützen und damit optimale Bedingungen für die Partizipation und den interkulturellen Austausch zu schaffen:
-    Empfehlungen für den Dialog in Schulen
-    Online-Trainings und Broschüren für Lehrer und andere Fachkräfte
-    Tools für die (Selbst-)Evaluierung von Maßnahmen und Aktivitäten
-    Strategien und Methoden, um die aktive Rolle von Kindern zu unterstützen
 

Konzeption und Methoden

Das Projekt zeichnet sich durch die Kombination verschiedener, sich ergänzender Zugänge aus.
In einem ersten Schritt wird zunächst die Literatur hinsichtlich vorliegender Befunde und Daten gesichtet und diese in einem Überblick zusammengetragen.
Im zweiten Schritt erfolgt die Erhebung quantiativer und qualitativer Daten zu den Bedingungen, die die Integration und Teilhabe von Kindern mit Migrationshintergrund befördern. Dabei sollen durch Einzel- und Gruppeninterviews, Videographie und Fragebogenerhebungen die Perspektiven der verschiedenen Akteure (i.e., Kinder, Eltern, Sozialarbeiter und pädagogische Fachkräfte) untersucht werden. Neben den Erfahrungen, Einstellungen und Erwartungen der Kinder und ihrer Eltern werden auch die Strategien und Praktiken von Schulen, Aufnahmezentren, und Sozialeinrichtungen untersucht. Ein weiterer Schwerpunkt ist zudem ein geschlechter-sensitives Vorgehen, sowohl inhaltlich als auch methodisch.
Darüber hinaus sollen im dritten Schritt Methoden zusammen getragen werden, mit denen der kindliche Spracherwerb, der interkulturelle Dialog, Bildung und Mediation (z.B. Mentoring und psychosoziale Unterstützung) erleichtert werden. Schließlich sollen Praxisanwendern innovative Beispiele auf einer Plattform zur Verfügung gestellt werden.


Flyer: Projektinformationen im Überblick

Informationen zum Projekt auf der Seite der Europäischen Kommission

Kontakt

 

Projektleitung

Prof. Dr. Franziska Wächter
E-Mail: franziska.waechter@ehs-dresden.de

Tel.: +49 (0)351-469 0259

 

 

Mitarbeit

 

Dr. Margund Rohr

E-Mail: margund.rohr@ehs-dresden.de

Tel.: +49 (0)351 469 0295

 

Dr. Thomas Drößler

E-Mail: thomas.droessler@ehs-dresden.de

Tel.: +49 (0)351-469 0254

 

Prof. em. Dr. Harald Wagner

E-Mail: harald.wagner@ehs-dresden.de

Gefördert durch

This project receives funding from the European Union’s Horizon 2020 research and innovation programme under grant agreement No 822400.