Profil

TEST Prof. Dr. Viola Balz

Prof. Dr. Viola Balz

Raum: 3.208

Tel.: 0351 46902-78

E-Mail: viola.balz@ehs-dresden.de

Lebenslauf

Ausbildung und Forschung

  • 10/1993-10/2001: Studium der Psychologie; Universitäten Marburg/Lahn und FU Berlin
  • 10/2004-10/2007: Promotionsstipendiatin der Heinrich-Böll-Stiftung
  • 02/2009: Verteidigung der Dissertation an der Fakultät für Lebenswissenschaften der TU Braunschweig
  • seit 2013: Vertrauensdozentin der Heinrich-Böll-Stiftung

Eingeworbene Drittmittel, Preise

  • 2010: Nachwuchspreis der Georg-Agricola-Gesellschaft für Naturwissenschafts- und Technikgeschichte für die Dissertation
  • 2011: Georg-Uschmann-Preis für Wissenschaftsgeschichte der Naturforscher Leopoldina – Nationale Akademie der Wissenschaften
  • 2006-2009: DFG-Netzwerk „Magic bullets und chemische Knebel. Historische Perspektiven der Epistemologie, Herstellung, Regulierung und Anwendung von Arzneistoffen im 20. Jahrhundert“
  • 2010-2011: Aufklärungsmaßnahme „betroffenenkontrollierte Ansätze und Alternativen zur Psychiatrie im internationalen Vergleich“, gefördert von der Aktion Mensch
  • 2010-2011: Postdocstipendium der European Science Foundation für Forschungsaufenthalte in London und Paris. Thema: Geschichte der Psychiatrischen Epidemiologie und Präventionsforschung, 1950-2000
  • 8-9 2012: Gastprofessorin am Institut für Geschichte der Medizin Zürich, gefördert durch die European Science Foundation
  • seit 1.1.2018: Leitung des Projektes "Gesundheitskompetenz von Migrant_innen" (zusammen mit Thomas Fischer), gefördert über die Förderrichtlinie „Integrative Maßnahmen“ der Staatsministerin für Gleichstellung und Integration beim Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz




Fort- und Weiterbildungen

  • 2004-2005: Weiterbildung zur Gendertrainerin, Heinrich-Böll-Stiftung
  • 2005-2008: Weiterbildung Supervision und Organisationsberatung, Institut für Supervision und Organisationsberatung Holtmann und Scheuermann (ISO). Abschluss als Coachin/Supervisorin/Organisationsberaterin (DGSv)
  • 2013-2016 Sächsisches Hochschuldidaktikzertifikat (Hochschuldidaktisches Zentrum Sachsen)

Berufliche Entwicklung

  • 05/2000- 10/2004: Tätigkeit als Psychologin/Sozialarbeiterin in der Kriseneinrichtung Weglaufhaus „Villa Stöckle“, „Verein zum Schutz vor psychiatrischer Gewalt e.V.“, Berlin
  • 03/1999-11/2003: Aufbau des Einzelfallhilfeprojektes „support“, „Verein zum Schutz vor psychiatrischer Gewalt e.V.“, Berlin
  • 06/2005-09/2011: Mitarbeiterin des Berliner Krisendienstes, Region Südost, Berlin
  • seit 06/2005: Tätigkeit als freiberufliche Supervisorin
  • 02/2008-09/2011: Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Geschichte und Ethik der Medizin der Charité – Universitätsmedizin Berlin
  • seit 2008: Lehraufträge im Bereich Interaktion/Kommunikation (Psychiatrie, Psychosomatik) und Medizingeschichte und –ethik im Studiengang Medizin der Charité, Universitätsmedizin Berlin, im Bereich Pflegegeschichte und –ethik im Studiengang Medizin-, Pflegepädagogik und Pflegewissenschaft an der Charité, Universitätsmedizin Berlin; im Bereich Krisenintervention und lösungsorientierte Beratung an der Evangelischen Hochschule Berlin

Arbeitsschwerpunkte

  • Klinische Psychologie und psychosoziale Beratung

  • aktuelles Forschungsvorhaben: "Das Selbst als Risiko. Prävention psychischer Störungen im deutschsprachigen Raum, 1950-2010"

Veröffentlichungen (Auswahl)

(Auswahl)
2001
„Freie Sicht auf mich selbst! Die Praxis im Berliner Weglaufhaus“ (zusammen
mit Stefan Bräunling und Thilo von Trotha). In: Zeitschrift für Systemische
Therapie, 10, 2001, S. 239–260.

2001
„Nichtpsychiatrische Alternativen. Ein Weg zwischen Obdachlosigkeit und
Psychiatrie“. In: Geene, Raimund (Hrsg.): Armut macht krank, Berlin, 2001,
S. 56–60.

2002
„Meine Krankheit, mein Medikament und ich. Die atypischen Neuroleptika als
neue Identitätsstifter der Psychiatrie“ (zusammen mit Stefan Bräunling und
Therese Walter). In: Psychologie und Gesellschaftskritik, 4, 2002, S. 73–98.

2008
„Die Geburt der Stammkarte. Zur Genese eines Epistems der neuroleptischen Wirksamkeit in der frühen Psychopharmakaforschung in der BRD“, in: Medizin-Historisches Journal, 43, 2008, S. 56-86.

2009
Arzneimittel des 20. Jahrhunderts. Historische Skizzen von Lebertran bis
Contergan. Herausgegeben von Nicholas Eschenbruch, Viola Balz, Ulrike
Klöppel und Marion Hulverscheidt, Bielefeld, Transcript, 2009,
Einleitung, S. 1-8.

2009
1953: Megaphen wird zur Wirkung gebracht. Die klinische Konstitution eines erfolgreichen Behandlungsfalls an der Psychiatrischen Universitätsklinik Heidelberg. In: Nicholas Eschenbruch, Viola Balz, Ulrike Klöppel und Marion Hulverscheidt (Hrsg.): Arzneimittel des 20. Jahrhunderts. Historische Skizzen von Lebertran bis Contergan. Bielefeld, Transcript, 2009, S. 163-194.

2009
Psychopathology and Psychopharmacology: Standardisation from the bottom-up, using the example of neuroleptics (zusammen mit Volker Hess). In: Christian Bonah, Anne Rasmussen und Christophe Massutti: Harmonizing Drugs. Standards in 20th Century Pharmaceutical History, Paris, GLYPE, 2009, S. 255-278.

2010
Zwischen Wirkung und Erfahrung − eine Geschichte der Psychopharmaka. Neuroleptika in der Bundesrepublik Deutschland, 1950-1980, Bielefeld, Transcript, 2010.

2010
„Nervöse sind heilbar“. Die ersten Chlorpromazinversuche an der psychiatrischen Universitätsklinik Heidelberg im Jahr 1953 im Spiegel der Krankenakten und der Sicht von Arzt, Pflegepersonal und Patient. In: Osten, Philipp (Hg.): Patientendokumente. Krankheit in Selbstzeugnissen (MedGG-Beiheft 35), Stuttgart, Franz Steiner Verlag, S.195-219.

2011
„Terra incognita“. An Historiographic Approach to the First Chlorpromazine Trials Using Patient Records of the Psychiatric Clinic in Heidelberg. In: History of Psychiatry, 22, S. 182-200.

2011
East-Side story: The standardisation of psychotropic drugs at the Charité Psychiatric Clinic, 1955–1970 (zusammen mit Matthias Hoheisel) In: Studies in History and Philosophy of Science part C: Studies in History and Philosophy of Biological and Biomedical Sciences, 42, S. 453-466.

2011
Sanfte Zwänge und chemische Gewalt. Psychopharmaka und die Transformation der Psychiatrie. In: Gen-ethischer Informationsdienst, Nr.208, S. 19-22

2012
Auf der Suche nach dem Rosengarten. Echte Alternativen zur Psychiatrie umsetzen. Projektdokumentation. Berlin (zusammen mit Stefan Bräunling, Sabine Dick, Iris Hölling u.a.)

2013
"Für einen Aktivisten wie mich muß es in einem sozialistischen Staat doch effektive Medikamente geben.“ In: NTM Zeitschrift für Geschichte der Wissenschaften, Technik und Medizin, Volume 21, Heft 3, S. 245-271

2015
Wendung nach Innen. Sozialpsychiatrie, Gesundheitspolitik und Psychopharmaka in der Deutschen Demokratischen Republik, 1960-1989 (zusammen mit Ulrike Kloeppel). In: Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte 63, Heft 4, S. 539-567

Zur Ambivalenz des Präventiven. Die Bedeutung der Präventionsforschung vor und nach der Enquete. In: Jürgen Armbruster, Anja Dieterich, Daphne Hahn und Katharina Ratzke »Blick zurück nach vorn – 40 Jahre Psychiatrie Enquete«. Bonn: Psychiatrieverlag, S. 317-332

Zeugenschaft und Experiment. Eine Geschichte der Psychopharmaka in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Studientexte der Evangelischen Hochschule Dresden, 2015:01, S. 1-31.

2016
Von zuverlässigen Zeugen und wortloser Objektivität. Zur Geschichte der Psychopharmaka und ihre Bedeutung für die Transformationen der Psychiatrie. In: Anhorn, Roland/ Balzereit, Marcus (Hg.): Handbuch Therapeutisierung und Soziale Arbeit. Wiesbaden: VS- Verlag, S. 583-603

Von der Erbgesundheit zum Selbst als Risiko. Entwicklungslinien der Prävention in der Psychiatrie. In: Die Kerbe 3 (Themenschwerpunkt Prävention), S. 12-15

2017
Vom experimentellen Charakter des Heilversuchs. Zur Bedeutung psychischer und körperlicher Ausnahmezustände in der klinischen Erprobung der ersten Neuroleptika in den 1950er Jahren. In: Ahlheim, Hanna (u.a.): Gewalt, Zurichtung, Befreiung? Körperliche „Ausnahmezustände“ 1880-2000. Göttingen: Wallstein, S. 49-71

2018
Aufspalten und neu ordnen - Dokumentationssysteme, Psychopathologie und Psychopharmaka in der BRD und DDR, 1955-1985. In: Kumbier, Ekkehardt; Steinberg, Holger (Hg): Psychiatrie in der DDR. be.bra wissenschaft verlag, S. 315-330.
 

The emergence of a new concept of effectiveness: Documentation systems and psycho-pharmaceuticals in East and West Germany, 1955-1985, In: Pharmaceutical Historian, 48 (2),  pp. 30-42, online verfügbar unter http://www.ingentaconnect.com/content/bshp/ph/2018/00000048/00000002, zuletzt gesehen am 08.08.18).

Im Erscheinen:
Das Selbst als Risiko. Zur Ambivalenz des Präventiven in der Gemeindepsychiatrie. In: Soziale Psychiatrie (vor. Oktober 2018)

Dietfried Müller-Hegemann oder psychophysische Medizin à la Pawlow
In: Hitzer, Bettina; Geisthövel, Alexa: Auf der Suche nach einer anderen Medizin. Psychosomatik im 20. Jahrhundert, Frankfurt: Suhrkamp taschenbuch Wissenschaft

Psychiatriereform in der DDR? Sozialpsychiatrie zwischen Innovationen, Mängelverwaltung und gesundheitspolitischen Präventionsprogrammen. In: Annette Eberle, Uwe Kaminsky, Luise Behringer, Ursula Unterkofler (Hg.): Menschenrechte und Soziale Arbeit im Schatten des Nationalsozialismus. Der lange Weg zu Reformen. VS Verlag
 

 

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