Die Studie zur Entwicklung familiärer Konflikte in Zeiten von Corona ist eine sachsenweite Untersuchung der Konfliktbearbeitung in Familien in Zeiten der Corona-Pandemie.

Laufzeit: 01.05.2021-30.04.2022


Aktuell: Online-Familienbefragung

 

 

 

 

Wie geht es Familien in Sachsen während der Corona-Pandemie?

Eltern und Kinder haben seit Beginn der Corona-Pandemie zahlreiche Herausforderungen bewältigt – und sind weiter stark gefordert. Doch wie geht es Familien in Sachsen genau? Welche Herausforderungen gilt es zu meistern und welche Unterstützungsbedarfe haben sich seit Beginn der Pandemie für Familien ergeben? Und vor allem: wie schaffen es Familien mit auftretenden Konflikten umzugehen? Antworten auf diese Fragen möchte jetzt die Familienbefragung der Evangelischen Hochschule Dresden von sächsischen Familien erhalten.

 

Beide Fragebögen wurden jeweils für Eltern sowie Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene (von 10 bis 21 Jahre), die zusammen in einem Haushalt leben, extra für diese Familienbefragung entwickelt. Das Forscher:innenteam  möchte wissen, wie die Familien durch die Krise gekommen sind, wer oder was ihnen geholfen hat, und welche Unterstützung sie nun noch weiterhin benötigen. Eltern und Kinder können an der Familienbefragung anonym teilnehmen. Ein Aspekt sind auch mögliche Konflikte in Familien.

 

Die Teilnahme ist anonym. Zudem wird der Datenschutz in Abstimmung mit dem sächsischen Datenschutzbeauftragten beachtet.

Unter allen Teilnehmenden werden Gutscheine von Thalia verlost, der Rechtsweg ist dabei ausgeschlossen.

Die Online-Befragung ist beendet. (11.02.2022)

 


Kontakt / Rückfragen bitte per E-Mail an: konfa@ehs-dresden.de

 


Ausgangssituation

Seit Beginn der Corona-Krise sind Familien vor gänzlich neue Herausforderungen gestellt. Die Phasen des Lockdowns, aber auch Quarantäneperioden führen zu einem räumlichen und organisationalen Zusammenrücken aller Familienmitglieder. Die Vereinbarkeit von Beruf und familiärer Sorgearbeit wird durch die Corona-Krise auf den Prüfstand gestellt. Hinzu kommen lange Phasen des Home-Schooling.

Diese veränderten Rahmenbedingungen sorgen nach Auskunft der Beratungsstellen aber auch in der Darstellung der Medien zu einer Zunahme familiärer Konflikte. Die Institutionen der Kinder- und Jugendhilfe verweisen zurecht auf die Zunahme von Problemlagen und damit einhergehenden Konfliktintensitäten in bereits vor Corona belasteten und benachteiligten familiären Settings. Valide empirische Ergebnisse hinsichtlich der Entwicklung familiärer Konflikte fehlen bislang jedoch. Dies erschwert es sowohl Wissenschaft, Politik als auch den Fachkräften, entsprechende Handlungsstrategien zu erarbeiten bzw. umzusetzen. Das Forschungsprojekt KonFa hat das Ziel, für das Bundesland Sachsen einen Beitrag zum Schließen dieser Lücke zu leisten.


Frage-/Zielstellung

Die quantitative Familienbefragung soll Erkenntnisse liefern zur Konfliktsituation in sächsischen Familien seit Beginn der Corona-Krise, zu Belastungsfaktoren, die familiäre Konflikte befördern sowie auch zu Resilienzfaktoren, die Familien derzeit nutzen, um mit entstehenden Konflikten umzugehen. Die Besonderheit liegt in der einerseits systemischen Betrachtung von Familien und andererseits in der Berücksichtigung individueller Interessens- und Entwicklungslagen der einzelnen Familienmitglieder.

Zentrale Erkenntnisinteressen der Fachkräftebefragung liegen in der Gewinnung von Einblicken in die (möglicherweise) veränderten Strukturen der Arbeit mit Familien, etwaige Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen oder aber die Erprobung neuer Herangehensweisen und Veränderungspotentiale in der Ausgestaltung der Arbeit. Darüber hinaus soll die Passung der Kompetenzprofile der Fachkräfte in diesen Arbeitsfeldern vor dem Hintergrund sich verändernder Arbeitsanforderungen sowie die Zusammenarbeit unterschiedlicher Einrichtungen hinterfragt werden.  


Vorgehen

Das multimethodische Projektvorhaben ist fokussiert auf die Untersuchung familiärer Konflikte seit Beginn der Corona-Pandemie im Bundesland Sachsen. Adressat:innen sind dabei einerseits die in Sachsen lebenden Familien in ihren unterschiedlichsten Konstellationen (Schwerpunkt 1), andererseits aber auch diejenigen Fachkräfte, die im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe schwerpunktmäßig mit der Zusammenarbeit von Familien betraut sind (Schwerpunkt 2).


Kontakt

 

Projektleitung

 

Prof. Dr. Nina Weimann-Sandig

E-Mail: nina.weimann-sandig@ehs-dresden.de

Tel.: +49 (0)351-469 02 322

 

Wissenschaftliche Mitarbeit

 

Sebastian Müller

E-Mail: sebastian.mueller@ehs-dresden.de


Götz Schneiderat

E-Mail: goetz.schneiderat@ehs-dresden.de

Tel.: +49 (0)351 469 02 428

 

Aileen Völlger

E-Mail: aileen.voellger@ehs-dresden.de

Tel.: +49 (0)351 469 02 496

  


Gefördert durch:

Richlinie des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt (SMS) zur Förderung der Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendhilfe im Freistaat Sachsen (FRL Weiterentwicklung)


 

Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.