Die Studie zur Entwicklung familiärer Konflikte in Zeiten von Corona ist eine sachsenweite Untersuchung der Konfliktbearbeitung in Familien in Zeiten der Corona-Pandemie.

Laufzeit: 01.05.2021-28.02.2022


Ausgangssituation

Seit Beginn der Corona-Krise sind Familien vor gänzlich neue Herausforderungen gestellt. Die Phasen des Lockdowns, aber auch Quarantäneperioden führen zu einem räumlichen und organisationalen Zusammenrücken aller Familienmitglieder. Die Vereinbarkeit von Beruf und familiärer Sorgearbeit wird durch die Corona-Krise auf den Prüfstand gestellt. Hinzu kommen lange Phasen des Home-Schooling.

Diese veränderten Rahmenbedingungen sorgen nach Auskunft der Beratungsstellen aber auch in der Darstellung der Medien zu einer Zunahme familiärer Konflikte. Die Institutionen der Kinder- und Jugendhilfe verweisen zurecht auf die Zunahme von Problemlagen und damit einhergehenden Konfliktintensitäten in bereits vor Corona belasteten und benachteiligten familiären Settings. Valide empirische Ergebnisse hinsichtlich der Entwicklung familiärer Konflikte fehlen bislang jedoch. Dies erschwert es sowohl Wissenschaft, Politik als auch den Fachkräften, entsprechende Handlungsstrategien zu erarbeiten bzw. umzusetzen. Das Forschungsprojekt KonFa hat das Ziel, für das Bundesland Sachsen einen Beitrag zum Schließen dieser Lücke zu leisten.


Frage-/Zielstellung

Die quantitative Familienbefragung soll Erkenntnisse liefern zur Konfliktsituation in sächsischen Familien seit Beginn der Corona-Krise, zu Belastungsfaktoren, die familiäre Konflikte befördern sowie auch zu Resilienzfaktoren, die Familien derzeit nutzen, um mit entstehenden Konflikten umzugehen. Die Besonderheit liegt in der einerseits systemischen Betrachtung von Familien und andererseits in der Berücksichtigung individueller Interessens- und Entwicklungslagen der einzelnen Familienmitglieder.

Zentrale Erkenntnisinteressen der Fachkräftebefragung liegen in der Gewinnung von Einblicken in die (möglicherweise) veränderten Strukturen der Arbeit mit Familien, etwaige Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen oder aber die Erprobung neuer Herangehensweisen und Veränderungspotentiale in der Ausgestaltung der Arbeit. Darüber hinaus soll die Passung der Kompetenzprofile der Fachkräfte in diesen Arbeitsfeldern vor dem Hintergrund sich verändernder Arbeitsanforderungen sowie die Zusammenarbeit unterschiedlicher Einrichtungen hinterfragt werden.  


Vorgehen

Das multimethodische Projektvorhaben ist fokussiert auf die Untersuchung familiärer Konflikte seit Beginn der Corona-Pandemie im Bundesland Sachsen. Adressat*innen sind dabei einerseits die in Sachsen lebenden Familien in ihren unterschiedlichsten Konstellationen (Schwerpunkt 1), andererseits aber auch diejenigen Fachkräfte, die im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe schwerpunktmäßig mit der Zusammenarbeit von Familien betraut sind (Schwerpunkt 2).


Kontakt

 

Projektleitung

 

Prof. Dr. Nina Weimann-Sandig

E-Mail: nina.weimann-sandig@ehs-dresden.de

Tel.: +49 (0)351-469 02 322

 

Wissenschaftliche Mitarbeit

 

Anja Bielefeldt

E-Mail: anja.bielefeldt@ehs-dresden.de


Sebastian Müller

E-Mail: sebastian.mueller@ehs-dresden.de


Götz Schneiderat

E-Mail: goetz.schneiderat@ehs-dresden.de

Tel.: +49 (0)351 469 02 428

 

Aileen Völlger

E-Mail: aileen.voellger@ehs-dresden.de

Tel.: +49 (0)351 469 02 496

  


Gefördert durch:

Richlinie des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt (SMS) zur Förderung der Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendhilfe im Freistaat Sachsen (FRL Weiterentwicklung)


 

Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.