Fachtag und Verabschiedung von Johannes Brock am 30. Juni 2026
Zeit:
Dienstag, 30.06.2026 13:00 - 18:30, Ort: (3.015 Großer Hörsaal)
Beschreibung:
Wer Johannes Brock kennt, weiß, dass er mit seiner Abschiedsvorlesung "Transition. Soziale Arbeit im Zwischenraum" ein Semikolon setzt und damit ein weiterdenken, weiterforschen und weiterarbeiten ermöglicht und einfordert. Im Mittelpunkt der Abschiedsvorlesung steht der Begriff der „Transition“. Johannes Brock schreibt dazu: „Der Begriff der Transition wird häufig benutzt, um Übergänge im Lebenslauf zu kennzeichnen. Ich möchte ihn nicht für den Übergang in den Ruhestand nutzen, sondern für den Übergang meiner beruflichen Tätigkeit als Sozialarbeiter in der DDR zum Sozialarbeiter im zusammenwachsenden Deutschland. In den Blick kommen dabei 10 Jahre Zwischen-Zeit. Etwa so: DDR 1986. Soziale Bewegungen brechen Strukturen auf. Die Idee einer emanzipatorischen Sozialarbeit wird realistisch und praktisch. Die Praxis ist vorläufig. Unmittelbar. An Personen gebunden. 10 Jahre später, in einer veränderten politischen Landschaft, zeigt sich eine institutionalisierte Soziale Arbeit. Organisiert und legitimiert. Ein neues Kapitel hat begonnen.“
Wir nehmen das Thema zum Anlass um für und mit ihm einen Fachtag unter dem Titel Emanzipatorische Soziale Arbeit - Gesellschaftliche Gestaltungsfunktion Sozialer Arbeit zu veranstalten. Wir laden alle Interessierten ein, sich bereits ab 13:00 Uhr im großen Hörsaal einzufinden und die Fragen nach einer emanzipatorischen und solidarischen Praxis der Sozialen Arbeit in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu diskutieren, bevor uns Johannes Brock um 16:30 Uhr einen Einblick in (s)ein Archiv Sozialarbeitsgeschichte ermöglicht.
Wir freuen uns über Ihre/Eure Anmeldung: https://mitdenken.sachsen.de/1065297
PROGRAMM
13:00 Uhr Begrüßung
13:15 Uhr Impulsvortrag: Warum moderne Soziale Arbeit zwingend EMANZIPATORISCH ist? (Ralf Evers)
14:00 Uhr Solidarische Soziale Arbeit - Anspruch oder Utopie? (Studierende der ehs)
Präsentation I: Solidarität in der personzentrierten Gesprächsführung – fachliche Anforderungen an Sozialarbeiter:innen
Präsentation II: Solidarität ist utopisch – Beispiele für Grenzen der Solidarität in der Gesprächsführung
15:00 Uhr Pause
15:30 Uhr Der Weg in eine solidarische Welt (Moderation: Ullrich Gintzel)
Gesprächsrunde mit Andreas Borchert, Johannes Brock, Ralf Evers, Dr. Ruth Janschek-Schlesinger, Wolfgang Rechenberg,Scarlett Wiewald
16:30 Uhr Besinnung (Harald Wagner)
16:45 Uhr Abschiedsvorlesung: Transition - Soziale Arbeit im Zwischenraum (Johannes Brock)
17:30 Uhr Lebendiges Zusammensein
