Entwicklung eines forschungsbasierten Konzeptes für die Anpassung der Jugendarbeit an die Erfordernisse des digitalen Zeitalters unter der Beteiligung von Fachkräften und Jugendlichen.

Laufzeit: 01.11.2018-31.10.2021


Online-Fachtag ‚Konzeptlabor Smarte Jugendarbeit‘ am 12.03.2021

[ausgebucht]

 

Am 12.03.2021 findet der Online-Fachtag im Rahmen des Konzeptlabors des Forschungs- und Praxisentwicklungsprojektes „Smarte Jugendarbeit in Sachsen“ statt.

 

Im Konzeptlabor entwickeln Fachkräfte Konzepte für eine zukunftsfähige Jugendarbeit und befassen sich mit den Erfordernissen des digitalen Zeitalters. Zum Fachtag setzen sich die Teilnehmenden in einzelnen Workshops mit Problemfeldern, praktischen Ansätzen und bereits erprobten Konzepten einer smarten Jugendarbeit auseinander. Die Handlungsfelder reichen von der Offenen Kinder- und Jugendarbeit, über Mobile Jugendarbeit bis hin zur Schulsozialarbeit.

 

Der Fachtag richtet sich an Fachkräfte aus der Jugendarbeit, Studierende und Interessierte.

 

Die Teilnahme ist kostenlos.

 

Flyer als PDF

 

Anmeldung

 

Achtung! Aufgrund der hohen Nachfrage sind alle Workshops bereits ausgebucht. Es sind keine Anmeldungen mehr möglich!


Detailliertes Programm

 

09.30Ankommen, Begrüßung und Einführung
10.00

Workshop I: „Gamification“ – Chancen und Risiken für die Soziale Arbeit

(Workshop mit  Isabell Kambor, MA-Studentin der ehs)

Bis heute wird Gamification stark in Marketingstrategien implementiert. Es findet so gut wie überall in unserem Alltag statt und somit auch in unserer Praxis. Im Workshop wollen wir den Bezug zur Sozialen Arbeit herstellen. Welche Chancen und Risiken gilt es beim Einsatz von Gamification zu beachten?

Workshop II: "Nicht ohne mein Handy!" Zur Relevanz von digitalen Medien für Jugendliche und wie wir als Fachkräfte damit umgehen können

(Workshop mit Johannes Keller, MA-Student der ehs)

„Das ist doch alles nur Rumgedaddel!" Solche und ähnliche Aussagen durch Kolleg*innen, hinsichtlich der digitalen Mediennutzung junger Menschen, sind in den sozialen Tätigkeitsfeldern verbreitet. Dieser Workshop möchte sich in diesem Kontext der Frage annehmen: Wie kann es uns gelingen Kolleg*innen für die Bedeutung digitaler Medien und Angebote für junge Menschen zu sensibilisieren?

12.00Mittagspause
13.00

Workshop III: Discord - Rundgang durch ein virtuelles Jugendhaus

(Workshop mit Paul Schneider, Schulsozialarbeiter)

Die Plattform Discord wird von Kindern und Jugendlichen für Austausch, Gaming, Streaming und Unterhaltungen genutzt. Während des ersten Lockdowns im Jahr 2020 hat der Valtenbergwichtel e.V. einen eigenen Discord-Server in Form eines virtuellen Jugendhauses eröffnet, um Adressat*innen zu erreichen. In diesem Workshop wird ein kleiner Rundgang durch die Räume gemacht und seine Möglichkeiten und Grenzen beleuchtet.

Workshop IV: BACK-tools - Möglichkeiten für die digitale Praxis am Beispiel Gather.Town

(Workshop mit Elisabeth Wölfle und Kai Fritzsche, Schulsozialarbeiterin und Programmleiter FSJ Politik, Sächsische Jugendstiftung)

Wir starten mit einer Einführung in die Methodik und Bedeutung von Back-Tools (www.back-tools.de) für die Jugendarbeit und erleben anschließend mit Gather.Town eine interaktive Möglichkeit, um digital und immer wieder neu mit Adressat*innen in Kontakt zu sein.
14.00Pause
14.10

Workshop V: Virtuelle Jugendarbeit - Tipps & Tricks

(Workshop mit Katrin Grobe und Dorian Wolf, Streetworker*innen)

In diesem Workshop sollen Fachstandards, datenschutzrechtliche und rechtliche Aspekte kurz erläutert werden. Sie stehen im Kontext der hybriden Jugendarbeit. Es soll im Fokus stehen, wie man Jugendarbeit und Social Media miteinander verknüpfen kann, Accounts angelegt/ gepflegt und Klicks produziert werden können. Dabei geht es vor allem um konzeptionelle Herangehensweisen, und nicht direkt um inhaltliches Knowhow. Am Ende soll ein Wochenplan für die Social-Media-Arbeit im eigenen Arbeitsfeld erstellt werden.

Workshop VI:  Funktionale Äquivalente

(Workshop mit Erik Miersch, Schulsozialarbeiter)

Junge Menschen artikulieren sowohl Chancen als auch Risiken im Aufwachsen in digitalisierten Lebenswelten. Der Workshop fokussiert deren implizite Wissensbestände und die Gestaltung von geschützten Räumen (On- und Offline) in der Jugendarbeit. Können pädagogische Settings Erfahrungen schaffen, die Themen wie Selbstbestimmung und soziale Mitverantwortung transparent verhandeln?
15.10Pause
15.20Abschlussrunde
16.00Ende der Veranstaltung

 


Informationen zum Projekt

Aktuelles

Das Forschungsprojekt führt Barcamps mit Jugendlichen durch. Für das Jahr 2021 suchen wir noch interessierte Teilnehmende. Nähere Informationen findet ihr auf dem Flyer:

Infoblatt JugendBarcamps (PDF)

 


Ausgangssituation

 

Die umfassende Mediatisierung der Gesellschaft und die damit einhergehenden Herausforderungen im digitalen Zeitalter erfordern eine Neuausrichtung der Jugendarbeit. Bisher fehlt jedoch eine systematische Evaluation von Konzepten einer Jugendarbeit, die sich mit diesen Themen beschäftigt.
Jugendliche bewältigen die Herausforderungen der digitalen Kommunikation nahezu selbstständig und individuell, ohne ausreichend begleitet zu werden. Die Identitätsarbeit von Jugendlichen erfolgt sowohl offline als auch online, wodurch sie sich zunehmend anstrengender und komplexer gestaltet. Vor diesem Hintergrund ist eine Jugendarbeit gefragt, die neben der Vermittlung von Medienkompetenz Jugendliche bei ihrer Identitätsarbeit begleitet. Dabei nimmt sie Formen digitaler Ungleichheit und damit verknüpfte Unterschiede im Nutzungsverhalten in den Blick.
Die Fachkräfte der Jugendarbeit benötigen selbst Unterstützung und Orientierung im Umgang mit Jugendlichen und deren digitalen Lebenswelten, die von schnelllebigen digitalen Trends geprägt sind.
Auch an den Hochschulen und Ausbildungsstätten blieb die Verankerung einer smarten Jugendarbeit in den Curricula bisher aus.

 


Frage-/Zielstellung

Um die Fachkräfte und Jugendliche an der Entwicklung einer smarten Jugendarbeit in Sachsen zu beteiligen, soll nach ihren Erfahrungen und Erwartungen gefragt werden. Hierfür kommen quantitative und qualitative Methoden zum Einsatz. Die Ergebnisse des Projektes sollen die Partizipation und Demokratiebildung im Prozess der Entwicklung von Konzepten einer zukunftstauglichen Jugendarbeit im digitalen Zeitalter unterstützen.

 


Konzeption und Methoden

Zunächst wird mittels standardisierter Verfahren nach bestehenden und geplanten Konzepten smarter Jugendarbeit in Sachsen gefragt. Dies erfolgt über eine quantitative Abfrage bei Fachkräften der Jugendarbeit. Im Fokus stehen sowohl der eigene Umgang mit digitalen Medien als auch der von Jugendlichen sowie erste Visionen und Erwartungen an eine smarte Jugendarbeit. Eine quantitative Abfrage bei Hochschulangehörigen (Studiengangsleiter*innen und studentische Vertreter*innen) setzt den Schwerpunkt auf die Verankerung von Inhalten einer smarten Jugendarbeit in den Curricula.
Die qualitativen Erhebungen adressieren Fachkräfte der Jugendarbeit sowie jugendliche Nutzer*innen in Sachsen. In Einzel- und Gruppeninterviews sollen jeweils der Umgang mit digitalen Medien sowie Erwartungen an eine smarte Jugendarbeit eruiert werden.
Die Auswertung, Systematisierung und Bewertung der Ergebnisse erfolgt in einem Konzeptlabor im Hinblick auf Veränderungs- und Entwicklungsbedarfe in der Aus- und Weiterbildung von Fachkräften in Sachsen. Hieran werden Studierende, Fachkräfte und Expert*innen (Wissenschaft, Politik) beteiligt.


Termine

29.03.-01.04.21

International Conference #YouthMediaLife 2021 (Veranstalterin: Universität Wien)

Vortrag, „TikTok als Schauplatz mediatisierter Identitätsarbeit von jungen Menschen“

Link zur Veranstaltung

12.03.21

Fachtag Konzeptlabor

eigene Veranstaltung des Forschungsprojektes

08.12.20

Online-Fachtag der Koordinierungsstelle Medienbildung

Workshop, „Digital und vernetzt? Einblicke und Perspektiven einer smarten Jugendarbeit in Sachsen“

Link zur Veranstaltung

14.-16.09.20

SOjA-Jahrestagung (Veranstalterin: Sozialdiakonische Kinder- und Jugendarbeit (SOjA))

Vortrag I: „Analog? Digital? Hybrid? - Versuche einer Begriffsklärung“

Vortrag II: „Jugendarbeit in Sachsen während der Corona-Pandemie“

Vortrag III: „Darstellung erster Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt“ (III)

Link zur Veranstaltung

28.-31.05.20

Gilde Jahrestagung (Veranstalterin: Gilde Soziale Arbeit e.V.)

Workshop: „Jugendarbeit in Quarantäne“

04./05.05.20

Fachtag Smarte Jugendarbeit II (Veranstalterin: Sächsische Landjugend e.V.)

Vortrag: „Smarte Jugendarbeit in Sachsen – ein Zwischenbericht“

Fishbowldiskussion „Was braucht Smarte Jugendarbeit“

Link zur Veranstaltung

04.09.19

JubaS Themenkreis (Veranstalterin: Landesservicestelle Jugendberufsagentur Sachsen (JubaS)

Vortrag: „Jugendarbeit mit virtuellen Zugängen“

11./12.03.19

Fachtag Smarte Jugendarbeit I (Veranstalterin: Sächsische Landjugend e.V.)

Vortrag: „Zur Rolle der Fachkräfte in einer digitalisierten Jugendarbeit“

Workshop: „Gruppendiskussion zu smarter Jugendarbeit“

Fishbowldiskussion

Tagungsdokumentation Sächsische Landjugend e.V.

 


Kontakt

Prof. Dr. Franziska Wächter

Projektleitung

E-Mail: franziska.waechter@ehs-dresden.de

 

Tanja Brock

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

E-Mail: tanja.brock@ehs-dresden.de

 

Johannes Brock

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

E-Mail: johannes.brock@ehs-dresden.de

 


Kooperationspartner

 

Sächsische Landjugend e.V.

https://landjugend-sachsen.de/

 

 


Gefördert durch

Landesjugendamt Sachsen/ Kommunaler Sozialverband Sachsen

Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.